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Dienstag, 17. April 2018

Baukosten und die Problematik der "billigen" Firmen

Vor einigen Tagen sah ich abends fern, "Bildungsfernsehen", es lief "Pfusch am Bau". Einige kennen diese österreichische Sendung bestimmt, konkret geht es um Menschen, die bei einem Bausachverständigen Hilfe suchen, weil sie von Firmen betrogen wurden, Baumängel auftreten, Firmen in Konkurs gegangen sind und vieles mehr.

Die Sendung ist recht nett und unterhaltsam, manchmal ziemlich trivial, aber eigentlich recht gut gemacht. Vieles, das man dort sieht, ist tatsächlich im täglichen Baugeschäft ein Problem und wird auch Laien gut vermittelt.


In der letzten Sendung ging es in einem Beitrag um eine junge Frau, die ein kleines gemietetes Haus komplett renovieren wollte, soweit ich verstand mit einem Budget von knapp 65.000 Euro. Die Baustelle erinnerte mich frappant an meine eigene, daher sah ich mit besonderer Aufmerksamkeit zu.

Eine Firma aus dem EU - Ausland bot ihr die Leistungen um diesen Preis an - und hier schrillten bei mir alle Alarmglocken, denn dieser Totalumbau mit Renovierung und Zubau waren um diesen Preis unter gar keinen Umständen zu bekommen. Nicht in Österreich, nicht im EU-Ausland, der Preis deckte nicht einmal die Materialkosten, geschweige denn die Arbeitszeit. Nur: woher soll das ein Laie wissen?


Es kam, wie es kommen musste, die Baufirma erschien irgendwann nicht mehr auf der Baustelle, hinterließ eine totale Ruine, das Geld ist weg, das restliche Budget reicht nicht einmal für das Nötigste, das Haus kann in diesem Rohbauzustand auch nicht an den Eigentümer zurückgegeben werden, eine absolute Katastrophensituation. Wohlgemerkt, die Dame beauftragte in gutem Glauben eine Fachfirma, keine Pfuscher!!!

Hier beginnt die Katastrophe und die Falle, in die derzeit so viele private Bauherren tappen. Mit viel zu geringem Budget wollen sie ihre Immobilie bauen oder sanieren, kalkulieren knappest und ohne Reserven, beauftragen Firmen, die ihnen das Blaue vom Himmel versprechen und die genauso schnell wieder mit der Anzahlung verschwunden sind oder zumindest im Laufe des Baues feststellen, dass das Budget auf keinen Fall reicht und entsprechende Zusatzforderungen stellen.


Meine persönliche Erfahrung - und auch die Kostenschätzung des Bausachverständigen im Fernsehen - lagen bei mindestens dem dreifachen Preis. Bumm!!! Das muss man erst einmal verkraften.

Daher mein dringender Appell an alle künftigen Bauherren: stellt das Projekt von Anfang an mit Hilfe eines guten Planers auf solide finanzielle Beine. Natürlich kann man sich billigere Firmen suchen und das beste Angebot auswählen, aber man sollte dabei auch als Laie ein paar Zahlen im Hinterkopf behalten.

Meine ganz groben, völlig frech dargestellten Zahlen, mit denen man einmal kalkulieren kann.

Generell: wenn alle Zahlen vor Baubeginn auf dem Tisch liegen, alle Angebote da sind, dann MUSS das vorhandene Budget noch 30% größer sein als diese Kostenschätzungen. Das nennt man Reserve und in 99% der Baustellen braucht man diese auch. Eine Baustelle ist immer ein Überraschungspaket, eine einmalige Sache, und trotz bester und genauester Planung kann man manches nicht voraussehen. Daher: 30% Reserve! Pflicht!!!

Wenn man eine Wohnung umbauen möchte, angenommen eine Eigentumswohnung in bewohnbarem, aber abgewohntem Zustand aus den 1970-er Jahren, so muss man mit ca. 600 Euro pro m2 Renovierungskosten rechnen. Das umfasst eine Sanierung der Haustechnik wo erforderlich, neue Sanitärbereiche, neue Böden, eventuell neue Türen und Fenster, Wände sanieren und eine neue Eingangstüre. Ist die Wohnung klein (unter 50 bis 60 m2), schlagen die Kosten für Haustechnik und Sanitärbereiche stärker zu Buche, dann sind mit etwa 800 Euro pro m2 zu rechnen.

Eine Renovierung einer sehr alten Wohnung, zb in einem Gründerzeithaus, wo die komplette Haustechnik hergestellt werden muss, eventuell der Grundriss geändert werden soll, etc. schlägt sich mit 1000 bis 1500 Euro pro m2 zu Buche. Etwa 2000 Euro pro m2 kostet der Ausbau eines Rohdachbodens in einem alten Haus, wenn Dachstuhl und Dachdeckung in Ordnung sind.

Ein Einfamilienhaus - Neubau ohne Grundstück, ohne Nebenkosten und ohne Spezialitäten kostet rund 2500 bis 3500 Euro pro m2. Ohne Einrichtung, ohne Planungskosten, etc. Generell gilt: die Baukosten lassen sich signifikant NUR über die Fläche reduzieren, NICHT über Ausstattung etc. Also eher etwas kleiner bauen, dafür solide und im finanziellen Rahmen.

Mein Tipp: um die Kosten zu schätzen, lohnt es sich, vorab einmal Betriebe vor Ort zu kontaktieren - und davor einen Blick ins Firmenbuch zu werfen. Diese Betriebe sind meist mit den Gegebenheiten vertraut und kennen die ortsüblichen Preise. Wenn dieser erste Kostenvoranschlag weit jenseits der finanziellen Möglichkeiten liegt - vergiss das Projekt in dieser Form!!!

Natürlich wird jeder danach versuchen, die Arbeiten billiger zu bekommen oder Angebote nachzuverhandeln, das ist durchaus legitim, aber die Preise der ortsansässigen Firmen geben einen ersten guten Überblick über die Größenordnung des Finanzbedarfs. Hätte die Dame aus der Sendung einen lokalen Baumeister kontaktiert, dann hätte dieser die Baukosten vermutlich so realistisch geschätzt, dass es niemals zu dieser schrecklichen Situation gekommen wäre. Wahrscheinlich hätte die Dame sogar von dem Projekt Abstand genommen.

Zwangsversteigerungen nehmen leider zu und Banken werden zunehmend schneller ungeduldig, wenn man ein Projekt nicht zu Ende bringen kann. 

Also: entweder selber machen, wo erlaubt und möglich, oder gut planen und kalkulieren, wo man einen Fachbetrieb zuziehen muss. Mehrere Meinungen und Angebote einholen. Wenn ein Angebot extrem viel teurer ist als die anderen, heißt das oft, dass die Firma den Auftrag nicht übernehmen möchte (meist aus Kapazitätsgründen, sie hat vielleicht gerade keine Zeit dazu). Wenn ein Angebot allerdings mehr als 30% billiger als der Durchschnitt ist, dann stimmt damit etwas nicht. Also genau hinschauen!!!

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Donnerstag, 12. April 2018

Neues bei Marie - das Leben ist bunt und wunderbar

Hier war es einige Zeit sehr ruhig, vor allem deshalb, weil sich hinter den Kulissen viel Neues abspielte. Nicht nur berufliche Projekte - immerhin habe ich ja einen Brotberuf als Architektin - sondern auch zwei größere Familienprojekte. Beide darf ich heute vorstellen, weil die Themen wunderbar zu diesem Blog passen.


Obwohl meine Blogfotos absolut nicht mit professionellen Blogs mithalten können, weil ich meist mit einer kleineren Kamera "bei der Arbeit" fotografiere, so ist meine Familie doch sehr fotografierbegeistert, allerdings mit richtig guter Ausrüstung. Seit Beginn der Digitalfotografie haben wir zig tausende wunderbare Fotos gemacht, hauptsächlich Landschaften, Natur, Architektur und Technik - und als nun unser älterer Sohn auch die Fotografie für sich entdeckte, wollten wir etwas aus diesem Bilderschatz machen.

Nach einigen intensiven Recherchen - vor allem hat uns dieses Forum sehr geholfen - starteten wir das Fotoprojekt MariesWorld und bieten unsere Fotos auf mittlerweile neun verschiedenen Stockfotoplattformen an.


Ich will nichts beschönigen, die Portfolios sind noch klein, es war mühsam und langwierig, wochenlang die vielen Anmeldevorgänge durchzugehen, aber wir sind stolz, dass wir fast überall angenommen wurden. Nicht beim ersten Mal, nein, alamy beispielsweise lehnte uns vier Mal ab, bevor wir mit den richtigen Fotos endlich den Zugang erhielten, aber wie in den Forenbeiträgen beschrieben zählt nur das Durchhaltevermögen. Wir können sogar schon die ersten paar Verkäufe (Centbeträge!) feiern.

Wer das Portfolio von MariesWorld gerne ansehen möchte, hier ein paar Links zu den Plattformen.

Adobe Stock - MariesWorld
Alamy - MariesWorld
Shutterstock - MariesWorld


Ich werde in den nächsten Wochen genauer berichten, wie wir dieses Projekt weiter ausbauen wollen, welche Hürden bei den Anmeldung zu nehmen sind, wie mühsam das Hochladen ist und wie lange man braucht, bis man gute Schlagworte gefunden hat. Aber das Erfolgserlebnis, als das erste Foto nach nur ein paar Tagen wirklich verkauft wurde, war riesig. Etliche Fotos sind auch von meinem Sohn Vic und ich bin unglaublich stolz, dass er so ein gutes Auge hat.

Auch das zweite große Projekt wurde von Vic angestoßen, Teenies haben unglaubliche Energien - und wir Eltern müssen hinterherlaufen.

Seit vielen Jahren schon bin ich Besitzerin eines kleinen Grundstücks mit einem Sommerhaus, das mein Großvater in den 1950-er Jahren mit seinen eigenen Händen gebaut hat. Jaja, das Bauen liegt meiner Familie im Blut! Nach dem Tod meiner Großeltern wurde das Haus von meiner Familie genützt, aber da es an einem steilen Hang gaaaaanz oben auf einem Berg liegt, wurde es für die ältere Generation zunehmend schwieriger, es zu bewirtschaften. Da wir hier in unserem Lillipond Cottage genug zu tun hatten, stand es die letzten paar Jahre de facto leer.


Nun, Vic und Alex beschlossen, das Haus zu ihrem Refugium zu machen - und zwar jetzt! Energisch wie Teenager sind, verhandelte Vic sofort alle Bedingungen mit mir und den Großeltern aus - und schritt danach zur Tat. Gemeinsam mit drei Freunden brachte er den verwilderten Garten binnen Tagen halbwegs in Ordnung und nun ist das Haus an der Reihe. Hier wird vor allem Alex aktiv werden, denn der kleine Teenie ist schon jetzt mein Bautechniker. Er wird ab Herbst auch eine entprechende Ausbildung beginnen.

Natürlich bedeutet das für uns jede Menge zusätzliche Arbeit - und auch Kosten, denn es muss vor allem haustechnisch einiges gemacht werden. Stichwort Strom, Wasser, Sanitäreinrichtung und vieles mehr. Auf der anderen Seite bin ich froh, wenn meine Kinder außer Computer und irgendwo herumhängen eigene Projekte haben und sich engagieren.

Über beide Großprojekte, MariesWorld Fotoplattformen und das Gartenhaus am Berg werde ich hier regelmäßig berichten.

Ab morgen gehen auch die monatlichen Linkparties wieder los, schaut vorbei und zeigt uns eure Projekte.

Update: da überhaupt nicht klar ist, ob und wie Linkpartys aufgrund der DSGVO ab mai 2018 noch erlaubt oder bereits gesetzeswidrig sind, gibt es im Moment keine weiteren und alle alten habe ich gelöscht, um dem Datenschutz genüge zu tun. Vielleicht  wird es in Zukunft wieder möglich sein, wenn sich die Firmen entsprechend aufstellen, aber bei meinem Anbieter Inlinkz habe ich beispielsweise keinerlei Vertrag oder Vereinbarung gefunden, um alles gesetzlich korrekt zu gestalten. Daher leider keine Linkpartys mehr.

Einen wunderbaren Frühlingstag wünscht

Marie

Montag, 23. Oktober 2017

Worauf man achten sollte, wenn man eine Immobilie kauft - Gutachten und Überprüfungsbefunde

Wie ihr wisst, bin ich im Brotberuf seit mehr als 20 Jahren in der Baubranche tätig. In dieser langen Zeit durfte ich viele verschiedene Bereiche durchlaufen, von Projektsteuerung über Planung bis hin zur Bauaufsicht auf Großbaustellen und im Denkmalschutz. Seit einigen Jahren bin ich allerdings hauptsächlich im Privatbereich tätig, eine Arbeit, die mir jeden Tag viel Freude macht, weil ich - im Gegensatz zu durchaus spannenden Aufgaben im Objektbereich - täglich mit den Menschen zu tun habe, die in den Häusern und Wohnungen auch tatsächlich leben. Da entwickeln sich zu meiner Stolz sogar oft Freundschaften, die lange über die Renovierung der Wohnung hinausgehen.


Dienstag, 10. Oktober 2017

Kampf dem Chaos: wie man anfängt, um endlich wieder Land zu sehen

Mein Haus und mein Garten sind im Normalfall aufgeräumt und soweit sauber, dass ich mich auch bei spontanen Besuchen nicht genieren muss. Natürlich ist es nicht immer perfekt, ganz bestimmt nicht, vor allem nicht, wenn es beruflich drunter und drüber geht oder meine Kinder mit ihren Freunden die Küche okkupieren, um gemeinsam zu kochen.


Aber im Großen und Ganzen bemühe ich mich, dass das Haus immer freundlich, einladend und halbwegs in dem Zustand ist, den ich persönlich als meinen Standard definiert habe.

Genau das ist das Zauberwort - der eigene Standard. Wie fühle ich mich wohl? Wie fühle ich mich wohl, wenn die klatschsüchtige Nachbarin unangekündigt vor der Türe steht? Wie muss es sein, dass das Familienleben funktioniert, ohne dass man permanent Feuerwehr spielen muss, weil Dinge nicht gewaschen oder nicht erledigt sind oder schlicht und einfach im Chaos verschwinden?

In den nächsten Wochen stelle ich mein Konzept vor, wie ich als berufstätige Mama mit Tieren, Haus, Garten und vielen Hobbys diese Herausforderung meistere. Das ist keine Anleitung, eher ein Bericht, wie es für mich klappt. 

Montag, 6. März 2017

Was man durch DIY tatsächlich sparen kann - am Beispiel Malerarbeiten

Meine lieben Leser kennen bereits meinen Hang zu DIY in allen Bereichen. Der Grund dafür ist mehrschichtig. Einerseits liebe ich es, Dinge selbst zu machen und meine Hände zu gebrauchen. Ich plane im Geist. zeichne und entwerfe am Papier - aber dann muss ich etwas in die Hand nehmen. Der reine Entwurfsprozess ist für mich nur eine halbe Sache. Zweitens, und das ist leider immer wichtiger, können wir uns mit unserem durchschnittlichen Einkommen Handwerker nur dann leisten, wenn die Arbeit für uns zu gefährlich oder schlichtweg verboten ist. Den Rest müssen wir selbst erledigen, oder es bleibt eben unerledigt.


Schon als Kind bastelte und werkte ich an allem herum, was erlaubt war und mein Vater gestattete mir schon früh das Verwenden von Werkzeug. Meine Mutter war weniger davon begeistert, aber da ich eigentlich ein vorsichtiges Kind war, verletzte ich mich nie ernstlich.

Im Teenageralter begann ich im alten Haus meiner Großmutter in den Ferien mit größeren Aktionen, strich Kommoden, restaurierte alte Fenster, legte Beete an und malte Wände aus. Anfangs recht dilettantisch, aber mit der Praxis stieg auch die Qualität meiner Arbeiten.


Dann lernte ich mit Anfang 20 meinen Mann kennen. Mein Mann ist handwerklich ein absoluter Wunderwuzzi, er kann nämlich alles. Auch er bastelte, schraubte und renovierte zu diesem Zeitpunkt schon am Haus seiner Großmutter (das wir schlussendlich jetzt bewohnen dürfen) und an der elterlichen Wohnung herum und hatte absolut keine Scheu vor schwierigen Arbeiten. Fliesenlegen - das probieren wir aus. Einen Dachboden ausbauen - los geht es.

Als wir dann in die erste eigene Wohnung zogen, die leider total saniert war, blieb uns trotzdem genug Zeit und Möglichkeit, selbst handwerklich tätig zu werden und mein Mann brachte mir nun alles bei, was ich bisher nicht selbst wagte. Wir erweiterten einen Fliesenspiegel in der Küche, rissen den Teppichboden bei erster Gelegenheit heraus, um Parkett zu verlegen, bauten unsere eigene Küche und renovierten einen uralten Kellerraum, den wir mitgemietet hatten, um daraus einen Modellbahnkeller zu machen.


Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr. Unsere nächste winzigkleine Wohnung, ein Bau aus den 1960-er Jahren und völlig abgewohnt, wurde in mehreren Wochen generalsaniert. Leitungen, Böden, Wände, Küche, Fliesen, alles neu. Die Leitungen verlegte natürlich ein konzessionierter Elektriker, die Vor- und Stemmarbeiten erledigten wir aber selbst um Kosten zu sparen. Wir arbeiteten an Abenden und Wochenenden, schließlich hatten wir damals noch keine Kinder.

Hier sind wir nun beim zentralen Punkt: wieviel kann man mit DIY tatsächlich sparen? Zahlt es sich aus? Und wie lange dauert es, wenn man es selbst macht?

Ich habe ein Beispiel mit aktuellen Preisen und Arbeitszeiten herausgesucht, gespickt mit meinen persönlichen Erfahrungswerten, was die Dauer der Arbeiten betrifft.


Malerarbeiten 

Je nach Untergrund und Größe des Zimmers sind Malerarbeiten sehr unterschiedlich zu bewerten. Hat man ein kleines Zimmer mit guten Wänden, so ist ein Anstrich in ein paar Stunden erledigt. Die meiste Arbeit werden Ausräumen und Abkleben machen.

Kinderzimmer mit 12 m2, Raumhöhe 2,6 m. Decke glatt weiß, Wände färbig. Die Wände sind in gutem tragfähigen Zustand und müssen nur stellenweise leicht ausgebessert werden.

Kosten Maler: Das Ausmalen einer Wand, bei der nicht allzuviele Spachtelarbeiten anfallen, kostet rund 8 Euro pro m2. Das Ausmalen der Decke rund 10 Euro pro m2. Abdeckarbeiten, etc. sind schon inkludiert, nicht aber das Material, soferne es über einen weißen matten Anstrich hinausgeht.

Ausmalen Wand inklusive kleine Spachtelarbeiten, Abdecken und Abkleben  (37 m2) 296 Euro
Ausmalen Decke ebenso inklusive Nebenarbeiten (12 m2) 120 Euro
Materialkosten für andere Farbe: ca. 1 bis 2 Euro pro m2, je nach Qualität
Kosten Maler für 12 m2 also rund 520 Euro 
Zeitaufwand Maler: maximal einen Tag


Die Materialkosten, weiters Kosten für Pinsel, Spachtelmasse, Schleifpapier, Abdeckband, Folie, Grundierung etc. muss man selbst auch kalkulieren und fallen mit rund 40 Euro (maximal) ins Gewicht.
Kosten selbst ausmalen: 40 Euro Zusatzmaterialien und 60 Euro Farbe -> rund 100 Euro
Zeitaufwand: mit Ausräumen, Abkleben, Abdecken, Spachteln etc. sollte man mit etwa 5 bis 10 Minuten pro m2 Malerei rechnen. Das ergibt aber auch rund 6 bis 8 Stunden echte Arbeitszeit.

Somit ist auch die Kostenkalkulation des Malers zu verstehen, eine Arbeitsstunde kostet rund 45 Euro.

Einsparungspotential: hoch. Gefahrenpotential: gering. Wichtig ist, auf gutes Material, festes Schuhwerk und eine gute Leiter zu achten. Ansonsten besteht maximal die Gefahr, dass die Malerei nicht ganz so gleichmäßig wird wie vom Profi.


Sind die Wände wirklich schlecht und müssen gespachtelt und eventuell auch genetzt werden, ist das Einsparungspotential noch viel höher. Der Arbeitsaufwand aber auch, vorsicht! Denn wenn der Maler die Wand erst vorbereiten muss, ist die Arbeit auf keinen Fall in einem Tag erledigt, weil die Spachtelmasse trocknen muss. Dann ist man beim Preis pro m2 ganz schnell bei mehr als 12 bis 20 Euro angelangt, je nach Zustand der Wand, zusätzlich zu den Materialkosten, die auch höher liegen.

Schlechte Wände spachteln und herrichten ist allerdings keine lustige Arbeit und erfordert ein gewisses Maß an Humor. Es staubt nämlich grauslich. Je nach Untergrund muss die Wand zunächst einmal grob geschliffen, Altanstriche angeraut und alle losen Putzteile entfernt werden. Dann sollte mit Haftgrund gestrichen werden, damit überhaupt etwas hält. Nun muss gespachtelt werden, wenn die Wände sehr rissig sind, wird die Wand komplett genetzt, es wird also ein Baunetz eingespachtelt oder einzelne Risse mit Glasfasernetzen verstärkt. Danach wird geschliffen, gespachtel, geschliffen und grundiert. Erst jetzt kann man daran denken, die Farbe aufzubringen.

Fazit: wer wirklich schlechte Wände hat, sollte das erste Mal eher einen Handwerker beauftragen, eventuell auch nur damit, die Wände malerfertig herzurichten. Das Ausmalen kann man dann selbst erledigen und auch alle weiteren Anstriche und kleinere Ausbesserungsarbeiten alle paar Jahre.

Teuer wird es auch, wenn man Spezialwünsche hat, beispielsweise eine gestreifte Wand. Hier lohnt sich Selbermachen auf jeden Fall.


Wie soll man also vorgehen? Bei guten Wänden lohnt es sich, die Arbeit selbst zu machen. Es macht Spaß, es dauert nicht allzu lange und spart doch eine Menge Geld. Bei schlechten Wänden würde ich das Angebot eines Malers einholen, getrennt nach Arbeiten, also die Untergrundvorbereitung extra anbieten lassen und die Malerei auch. Dann kann man überlegen, ob man beide Arbeiten beauftragt oder doch vielleicht teilweise selbst tätig wird.

Wie wir es machen: bei unserer Renovierung haben wir uns die meisten, aber nicht alle Wände malerfertig herrichten lassen. Dort, wo der Baumeister sowieso zu tun hatten, Gipskartonwände aufstellte oder eine Türe vermauerte und verputzte. Alle Malerarbeiten erledigten wir selbst, auch Wandausbesserungen in den Nebenräumen.

Mit liebem Gruß
Marie



Freitag, 24. Februar 2017

Alles aus einer Hand - oder doch selbst organisiert? Wie soll man bauen?

Gerade in letzter Zeit tauchte diese Frage bei meinen Bauprojekten ziemlich oft auf. Bei privaten Bauherren, die kleinere Arbeiten oder Renovierungen erledigen möchten und wo das Budget knapp bemessen ist, ortet man Einparungspotential, wenn man alle Arbeiten direkt selbst vergibt, mit den einzelnen Firmen selbst verhandelt und sich selbst um Preise, Materialkosten und Termine kümmert.


Wenn ich einzelne Firmen direkt beauftrage, so habe ich auch die volle Kontrolle, wer auf meiner Baustelle tätig ist und kann den Preis verhandeln. Theoretisch. Denn ich kenne im Normalfall vor Arbeitsbeginn maximal den Bauleiter oder die Ansprechperson, selten aber die Arbeiter selbst. Wie in jeder Branche können diese Meister ihres Fachs oder nur angelernte Hilfskräfte sein. Außerdem ist es zulässig, dass eine Firma Teile der Arbeiten an eine andere Subfirma vergibt, außer man schließt das im Vertrag ausdrücklich aus. Auch dann kann man nicht wirklich sicher sein, außer man überprüft jeden Arbeiter, der auf die Baustelle kommt. In der Praxis unmöglich. Trotzdem wird eine renommierte Firma mit einer ordentlichen Referenzliste sich natürlich bemühen, die Arbeiten sachgerecht auzuführen, wenn auch nicht zwingend persönlich. Diese Direktvergabe ist nur sinnvoll, wenn ich nur eine Arbeit von einem Handwerker benötige, der auch die Berechtigung hat, kleinere Nebenarbeiten selbst durchzuführen. Also beispielsweise, wenn man die Fliesen im Bad erneuern will. Dann beauftragt man einen kompetenten Fliesenleger zu einem Pauschalpreis und die Sache wird hoffentlich gut erledigt.


Nachteil bei Direktbeauftragung: erstens muss ich als Bauherr die einzelnen Gewerke miteinander koordinieren. Was schon bei einem einfachen Badezimmerumbau schwierig werden kann, ist bei einer komplexeren Baustelle für den Laien schlicht unmöglich, abgesehen davon, dass ein Baustellenkoordinator eine entsprechende Ausbildung vorweisen muss. Dann passiert es beispielsweise, dass der Maler sich weigert, auf den - wie er sagt - unsachgemäß gespachtelten Wänden zu arbeiten. Nun liegt es an mir, den Spachtler oder Trockenbauer herzubestellen, der wiederum klar beweist, dass seine Arbeiten allen Vorschriften genügen. Und dann wird es für den Bauherren wenig lustig, denn der Spachtler weigert sich, etwas auszubessern und der Maler verlangt einen Aufpreis, weil die Wände nicht seinen Vorgaben entsprechen und er nochmals spachteln muss. Wer hat Recht? Wer will nur Zusatzkosten lukrieren? Als Laie kann man das schlicht und einfach nicht entscheiden und solange man dem Maler nicht mehr Geld gibt, wird dieser mit der Arbeit nicht beginnen. Klar, was ich damit sagen will? Als Laie geht man unter, man kennt Normen und Vorschriften nicht so genau und manche Firmen legen es leider darauf an durch Nachträge Mehrkosten zu lukrieren.


Es geht auf Baustellen teilweise zu wie im Kindergarten und manchmal fühle ich mich als Architektin bei Baubesprechungen wie in der Irrenanstalt, wenn der Maler dem Elektriker vorwirft, alles ruiniert zu haben oder um verschwundenes Werkzeug gestritten wird, das irgendjemand irgendwo liegen gelassen hat. Ehrlich! Wie bei den Dreijährigen in der Sandkiste.


Aus meiner Praxis kann ich nur davor warnen, bei komplexeren Arbeiten, an denen mehr als ein Gewerk beteiligt ist, eine Einzelvergabe durchzuführen. Es funktioniert einfach nicht. Viel sinnvoller ist es, die Arbeit dem Hauptgewerk zu übergeben und diese Firma dafür verantwortlich zu machen alle Arbeiten entsprechend zu koordinieren.

Nehmen wir an, ich möchte einen Balkon sanieren. Die Betonplatte ist alt, aber tragfähig, allerdings hat sie Wasser- und Frostschäden. Das Geländer ist ok, bis auf ein paar Kleinigkeiten, muss aber neu gestrichen werden. Der Belag ist kaputt und muss ersetzt werden. Außerdem fehlt die Wassernase, damit das Wasser ordentlich abrinnen kann und die Anschlüsse ans Mauerwerk sind zu erneuern.
An diesen kleinen Arbeiten sind nun folgenden Gewerke beteiligt:
  • Der Baumeister zur Betonsanierung
  • Der Gewichtsschlosser, um das Geländer auszubessern
  • Der Spengler für die Wassernase und die Blechanschlüsse ans Haus
  • Der Maler für das Anstreichen des Geländers
  • Der Schwarzdecker, falls die Betonplatte abgedichtet werden soll
  • Der Fliesenleger, um den Bodenbelag zu verlegen
  • ...
Wenn man als Laie für diese Sanierung, die rund 2500 Euro kosten wird, die einzelnen Firmen koordinieren muss, terminlich und arbeitsmäßig, so kann man nur scheitern. Es wird nicht funktionieren und mit erheblichen Mehrkosten verbunden sein. Sinnvoller wäre es, ein Gewerk, in diesem Fall rate ich zum Baumeister, mit der Komplettsanierung zu beauftragen. Ein Ansprechpartner, eine Rechnung, wenn möglich ein Fixpreis, eine Ansprechperson im Falle der Gewährleistung.


Der Baumeister wiederum wird die Arbeiten, für die er keine Konzession hat, an Subunternehmen vergeben und diese koordinieren. Dafür ist er ausgebildet, das ist sein Job. Im Normalfall hat auch jede Baufirma eine Menge Firmen an der Hand, mit denen sie regelmäßig zusammenarbeitet und die ein eingespieltes Team bilden. Außerdem sind sämtliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den einzelnen Subfirmen schlicht und einfach Aufgabe des Baumeisters und tangieren den Bauherren nicht. Selbst wenn eine Subfirma während des Auftrags in Konkurs geht, ist es nicht Aufgabe des Auftraggebers für Ersatz zu sorgen. Der Baumeister muss die vereinbarte Leistung im vereinbarten Zeitraum zum vereinbarten Preis erbringen, eine seriöse Baufirma wird das auch tun. Die Vergabe des Hauptauftrags sollte allerdings an eine seriöse Firma erfolgen, die entsprechende Referenzen vorweisen kann, einige Jahre Erfahrung hat und die wirtschaftlich gut dasteht. Billigstanbieter stellen hier oft eine gefährliche Gratwanderung dar, das sollte auch jedem klar sein.

Wie bei jedem Auftrag kann ich dem Baumeister auch bei einem Gesamtauftrag natürlich einzelne Punkte vorschreiben, beispielsweise welche Fliesen er verlegen soll oder welche Farbe das Geländer bekommt. Das ist jedem klar, aber ich kann dem Baumeister durchaus auch vorgeben, dass eine bestimmte Spenglerfirma die Spenglerarbeiten ausführen soll. Der Baumeister vergibt die Spenglerarbeiten dann an diese Firma, ich habe meine Wunschfirma auf der Baustelle und muss trotzdem die Zusammenarbeit nicht koordinieren.

Wovor ganz klar zu warnen ist: die Einzelabrechnung oder die Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand. Im Bauwesen werden diese Rechnungen auch Regierechnungen genannt und manche nicht ganz seriöse Firmen versuchen die Bauherren damit zu ködern, "dass Sie nur bezahlen, was Sie wirklich bekommen". Finger weg davon, Bauleistungen sollten immer, wirklich immer als Pauschale vergeben werden. Pauschale bedeutet de facto "ein Stück fertige Arbeit", beispielsweise ein Stück fix und fertiger Fliesenboden im Vorzimmer inklusive sämtlicher Materialien und Arbeiten. Was dazu notwendig ist, hat die Firma vorher einzukalkulieren. Wenn während des Baus Probleme auftreten, und das ist immer der Fall, so muss die Firma das eben selbst managen und hat das im Normalfall auch einkalkuliert. Natürlich gibt es Dinge, die vorher definitiv nicht sichtbar und damit auch nicht kalkulierbar sind. Solche Kosten wird der Bauherr dann trotzdem zusätzlich tragen müssen, aber das kommt nicht allzu oft vor und muss von der Firma dann auch klar argumentiert werden. Bei Regievergaben sind horrende Rechnungen aber die Regel, also Finger weg davon.


Die Fotos, die ich euch hier zeige, sind Impressionen von meinen Baustellen, wenn es so richtig schlimm aussieht. Dann, wenn der Bauherr tränenüberströmt oder zumindest ziemlich verzweifelt neben mir steht (was wirklich vorkommt), weil zwar alles nach Plan läuft, er sich aber nicht vorstellen kann, dass aus diesem Chaos einmal eine fertige Wohnung oder ein neues Bad wird. Ich persönlich liebe diesen Zustand, den Geruch, den Staub, das Durcheinander, den Lärm, die Arbeit der Bauwerkzeuge und die Gewissheit, etwas richtig Tolles zu schaffen. Ich sehe das Fertige im Chaos und freue mich, dass die Arbeit gut voran geht. Nachsatz: wenn dann alles fertig ist, weinen meine Bauherren kaum, im Gegenteil und wenn dann nur Freudentränen.

Einen schönen Freitag, ich gehe jetzt auf die Baustelle. Grins!

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Dienstag, 18. November 2014

Ein wichtiges Thema in der kalten Jahreszeit: Brandschutz rund um Öfen und Feuerstellen

Als Architektin muss ich mich täglich damit beschäftigen: baulicher Brandschutz. Was unglaublich langweilig klingt, hat es in Wirklichkeit in sich. Geht es doch darum, dass im Ernstfall nichts bis möglichst wenig passiert.

Baulicher Brandschutz umfasst Themen wie Brandschutztüren, Brandschote (das sind Abgrenzungen beispielsweise in Schächten, damit es nicht von einer Wohnung in die andere brennt), zulässige Materialien, Abstände, Fluchtwege, etc. Ein spannendes und wichtiges Thema, aber nicht Thema des heutigen Posts.


Brandschutz ist wichtig - vor allem im eigenen Zuhause!


Vielmehr soll es heute - rechtzeitig vor der kalten und dunklen Jahreszeit - um den Brandschutz gehen, der uns im täglichen Leben betrifft: die sichere Verwendung von offenem Feuer.

Öfen und Feuerstellen

Wie so viele andere auch, habe ich zusätzlich zu meiner Zentralheizung (in meinem Fall Fußbodenheizung mit Wärmepumpe) noch einen Schwedenofen im Wohnzimmer stehen. Durch die Dimensionierung des Ofens, die Lage im Haus und die gute Dämmung heizt dieser Ofen im Notfall auch mein ganzes Haus problemlos.In der Übergangszeit stellt er eine unentbehrliche Wärmequelle dar, gerade an kühlen Frühlingsabenden, wenn sich das Einschalten der Zentralheizung nicht lohnt und das Wohnzimmer ein wenig Wärme gebrauchen kann.

Wenn ich allerdings die vielen sehr stimmungsvollen Bilder von Schwedenöfen betrachte, kommt mir das kalte Grausen. Denn Kaminöfen werden, auch mit Specksteinummantelung, außen sehr heiß. Im Umkreis von rund 80 bis 90 cm darf dort also absolut nichts Brennbares stehen. Aufgrund der Oberflächentemperatur kann es sonst leicht zu Selbstentzündung kommen. Auf den Fotos stehen allerdings immer malerische Körbe mit Brennmaterial unmittelbar neben den Öfen, liegen Teppiche knapp davor und stehen Dekomaterialien daneben oder darauf herum. Das kann zu einer ernsthaften Gefahr werden.

Gebt einfach einmal  "Kaminofen" in Google ein und seht euch die Bilder kritisch an. Leider kann ich aus rechtlichen Gründen hier keine Fotos zeigen und kommentieren. Aber ich denke, das kann jeder für sich selbst feststellen, wenn man weiß, worauf man achten muss.


Dass Schwedenöfen außen sehr heiß werden, sollte man auch bedenken, wenn man kleine Kinder hat oder Kinder plant. Verbote reichen sicher nicht aus, denn oftmals ist es nicht das eigene Kind, das dem Ofen zu nahe kommt, sondern ein kleiner Freund, der zu Besuch ist. Hier müssen unbedingt zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden, damit kein Kind zu Schaden kommt.


Daher: neben Holz- und Kohleöfen darf im Umkreis von ca. 1 m absolut nichts Brennbares stehen. Damit ist man auf der sichere Seite. Wand, Boden und Decke müssen ebenfalls aus unbrennbaren bzw. schwer entflammbaren Materialien sein, beispielsweise eine Ziegelwand mit Verputz, eine Stahlbetondecke, etc. Holzdecken, Holzverschalungen, etc. können problematisch werden, hier muss der Fachmann feststellen, ob eine konkrete Gefährdung besteht, bzw. wie heiß diese Materialien im Betrieb tatsächlich werden. Meist berät die örtliche Feuerwehr hier gratis und kompetent.

Das Holzfach unter dem Ofen darf allerdings problemlos genutzt werden, dort wird der Ofen nicht so heiß, dass es eine Gefahr darstellen könnte.

Die vorgeschriebenen Wartungen durch den Rauchfangkehrer, der Betrieb mit geeigneten Brennmaterialien und die regelmäßige Reinigung sind Pflicht. Holzasche ist übrigens ein toller Dünger, sehr reich an Kalk und Kalium. Unter Sträuchern kann man sie gut verteilen, auch am Kompost ist sie willkommen. Nur das Moorbeet freut sich nicht darüber - das mag keinen Kalk!

Bevor die Wintersaison und das Dekorieren losgeht, bitte prüft alle Eure Öfen. Sind sie sauber und ist der Umkreis von ca. 1 m frei von brennbaren Materialien? Dann steht einem beschaulichen Kaminfeuer nichts mehr im Wege.


Maries Tipp

Besonders wichtig beim Betrieb von Holz- und Kohlefeuern sind noch
  • ein Feuerlöscher, regelmäßig gewartet und griffbereit in naher Umgebung
  • Rauch- und Kohlenmonoxid Melder
Der Kohlenmonoxid Melder ist vor allem bei neuen, gut gedämmten Gebäuden wichtig, wenn der Ofen seine Frischluft nicht über den Rauchfang (zweischaliges Ofenrohr) sondern über die Raumluft bekommt. Wer unsicher ist, fragt den Schornsteinfeger, er weiß Bescheid. Kohlenmonoxid ist unsichtbar, man riecht es nicht und es ist in hoher Konzentration absolut tödlich. Die permanente Frischluftzufuhr, die bei alten undichten Fenstern kein Problem war, ist bei neuen Fenstern und gedämmten Fassaden nicht mehr ausreichend gegeben.

Prüfen wir heute unsere Feuerstellen, sprechen mit Feuerwehr und Rauchfangkehrer und räumen alles weg, was in der Umgebung des Ofens brennbar ist. Jedes Jahr gibt es zahlreiche Unfälle mit schlecht gewarteten Öfen und Zimmerbränden. Beugen wir dem in unseren Wohnungen vor.

Mit liebem Gruß

Marie