Mein Frühlingsgarten rund um den 20. Mai

 

Schon zu Beginn unserer Bloggeraktion war es spannend zu erfahren, dass alle Bloggerinnen in ganz unterschiedlichen Gegenden gärntern. Manche in kleinen Gärten, manche in größeren, ganz am Land oder in der Stadt, im Flachland oder eher gebirgig, in Deutschland und in Österreich. So entstand die Idee, an einem Stichtag unsere Gärten und den Vegetationsstand zu vergleichen.

http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2017/03/mein-fruhlingsgarten-sieben-blogs-offen.html

Zunächst erschien uns das Osterwochenende passend, am Anfang des Frühlings ist der Unterschied in den Gärten sicherlich am besten sichtbar. Das Wetter machte uns einen dicken Strich durch diese Rechung, denn rund um Ostern lag bei fast allen wieder Schnee. Eine dicke geschlossene Schneedecke von mehr als 20 cm auf dem blühenden Flieder - das hat es bei uns in Wien sicherlich seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben.

Also verschoben wir die Aktion ein wenig und in den nächsten Tagen könnt ihr auch auf den anderen Blogs lesen, was sich aktuell im Garten so tut.

Petra von Mami Made It
Ines von Eclectic Hamilton
Kathrin von Topfgartenwelt 
Susan von Mein Gartenglück
Katharina von Kleingartentraum
Anja von Gartenbuddelei
Marie von Von Tag zu Tag - Mariesblog

Mein Garten - ich gärtnere im Flachland, in Wien, am Rande des Wienerwalds - hat das bunte Farbenkleid des Erstfrühlings abgelegt und ist derzeit vor allem wunderbar saftig grün. Rund um den Teich ist der Bewuchs besonders dicht, in den nächsten Tagen werden dann Knöterich und Dotterblumen mit dem Blühen beginnen, gefolgt von Seerosen und Blutweiderich.



Die Obstbäume und Stauden bilden wunderbar viele Früchte aus. Hier die Heidelbeeren im Moorbeet, in ein paar Wochen sind sie erntereif.


Die Ribisel sind eine frühe rote Sorte und werden pünktlich rund um den Johannistag reif werden.


Auch unser winzigkleiner frisch gepflanzter Kirschbaum strengt sich mächtig an. Die Früchte - eine sehr frühe Sorte - sind sogar schon ganz leicht rötlich überhaucht.


Jetzt ist die Zeit der Akkeleien, ich liebe diese zarten Blüten sehr und sie dürfen sich im Garten versamen. Lästig werden sie nie und wenn die Blüte vorbei ist, sehen die Blätter das ganze Jahr über sehr attraktiv aus.


Im Gemüsegarten ist Hochsaison. Alles ist in der Erde, wie man so schön sagt, wobei ich in diesem verrückten Frühjahr auch ein paar Totalausfälle hinnehmen musste. Die absolut robusten Saubohnen, die ich immer Schäfchenbohnen nenne, weil ihre schwarzweißen Blüten wie Kärntner Brillenschafe aussehen, keimten heuer überhaupt nicht. Auch der Salat ließ sich sehr viel Zeit, normalerweise kann ich ab Mitte April täglich Salat ernten, heuer erst ab Mitte Mai. Ein weiterer Totalausfall war heuer der Knoblauch.


Die Kartoffeln, diesmal sind es Bintje, wachsen schon schön und kräftig. Ab Feber durften sie am Fensterbrett vortreiben, jetzt sind sie schon gute 20 cm hoch.


Die Rosenknospen sind überall dick gefüllt und werden in den nächsten Tagen aufblühen. In meinem Garten gibt es sehr viele Rosen - hier ein Post dazu - dann wird der Garten ein buntes Blütenmeer. Die allererste Rose - Coral Dawn an der Gartenhütte - hat schon eine richtige Blüte.


Danke für den Besuch in meinem Garten. Schaut unbedingt auch in den anderen Gärten vorbei, es gibt so viel zu sehen.

Wer seine eigenen Gartenprojekte und Bilder hier zeigen will - bitteschön! Die Gartenlinkparty ist noch offen. Mach mit!


Linkpartyregeln
  • Projekte, die zum Thema Garten passen. Aber auch Fotos, Impressionen, Eindrücke, Reiseerinnerungen sind willkommen.
  • Es können gerne auch ältere Projekte verlinkt werden, auch mehrere Projekte pro Blog.
  • Bitte keine Werbung, keine direkten Links zu Shops, keine kommerziellen Links.
  • Link zum Post, nicht zum gesamten Blog.
  • Backlink im Post zu mindestens einem der mitwirkenden Blogs.





Auf Instagram gibt es ebenfalls traumhafte Fotos unter  #meinfrühlingsgarten2017. Auch hier kann jeder mitmachen.

https://www.instagram.com/explore/tags/meinfr%C3%BChlingsgarten2017/


Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!


Achtung - so sehen (eventuell) Datenklaumails aus!

Meine Lieben, erst vor einigen Tagen musste ich von einem Datenklauversuch berichten. Soeben kam wieder ein ähnliches Mail in meinen Posteingang. Und da ich nun aufmerksam bin - es ist wieder exakt die gleiche Masche, diesmal allerdings sogar ohne Website - hier das Originalmail im Faksimile, damit niemand in diese Falle tappt.

Anklicken zum Vergößern

Wieder über das Kontaktformular, wieder würde ich - wenn ich antworten würde - meine mit dem Blog verknüpfte Emailadresse bekanntgeben, die vielleicht auch als Zugang für andere Dienste gilt, wieder würde jemand versuchen, die Passwörter zu knacken. Ich möchte ja niemanden zu Unrecht verdächtigen, aber wenn es diese Firma wirklich gäbe, sähe die Anfrage meiner Meinung nach anders aus, oder?

Liebe Mitbloggerinnen und Betreiberinnen von Seiten oder Webshops, passt auf. Keine ordentliche Firma sendet solche Anfragen. Bitte unbedingt löschen, ja nicht antworten, sonst passiert das.

Aufpassen und ja nicht in diese Fallen tappen.

Mit liebem Gruß
Marie

Haustiere und der Garten Teil 2: Hunde

Gestern berichtete ich über meine Erfahrungen und Tipps für Katzen im Garten. Heute ist das Thema Hunde an der Reihe.


Als wir vor knapp zwei Jahren erstmals einen eigenen Hund bekamen - ich hatte zwar als Kind einen großen Schäfermischling, dann allerdings keinen weiteren Hund mehr - war uns klar, dass auch der Garten hundegerecht gestaltet werden muss. Wir informierten uns vorher ein wenig über Hunderassen und deren Vorlieben, aber da wir ein Tier aus einem Tierheim nehmen wollten, legten wir uns nicht so genau fest. Ein Terrier sollte es eher nicht sein, da diese besonders gerne graben, auch kein allzu langhaariges Tier. Ein kleiner Jagdhund stand ganz oben auf der Liste, vor allem wegen seiner Familienfreundlichkeit und der Flexibilität im Bezug auf die Rudelzusammensetzung. Jagdhunde sind dafür bekannt, dass sie sich gut in wechselnde Rudel einfügen können und relativ stressresistent sind, das ist wichtig, wenn ständig viele Leute - vor allem Kinder - durchs Haus marschieren.

Unsere kleine Louise kam - ein Mischling aus Kleinem Münsterländer und Labrador - und nahm den Garten in Besitz. 4 Kilo schwer, 8 Wochen alt und ein Energiebündel erster Ordnung. Zunächst einmal dichteten wir den Zaun rund um das Grundstück soweit ab, dass der Hund nicht versehentlich beim Nachbarn oder sogar auf der Straße landete. Danach erhöhten wir einen Teil des Zauns, der nur knapp einen Meter hoch war, denn unser kleines Energiebündel entwickelte eine beachtliche Sprungkraft.


Der Teich war und ist Anziehungspunkt Nummer 1, das allerdings stört uns nicht, der Hund liebt das Wasser und darf gerne täglich schwimmen gehen. Nasser Hund im Wohnzimmer ist allerdings nicht meine erste Wahl, also montierten wir vor der Terrassentüre ein einfaches Kindergitter. Somit kann die Türe offen bleiben, der (nasse) Hund allerdings nicht ins Wohnzimmer gelangen.

Ein etwas größeres Problem ist nach wie vor Louises Vorliebe fürs Graben. Nein, sie ist kein Terrier, aber sie gräbt mit großer Leidenschaft. Unser Hochbeete, die vor einigen Jahren noch so aussahen...


.... sehen nun so aus.


Nach etlichen Erziehungsversuchen, Verboten, Wasserstrahl und einem fast völlig verwüsteten Gemüsebeet gaben wir auf und montierten einen Zaun. Louise kann den Zaun zwar problemlos überspringen, sie macht es aber nicht. Als sie das erste Mal ins Beet hüpfte, stellte sie relativ panisch fest, dass sie nicht mehr hinausspringen konnte, weil die Beete erhöht sind. Ich ließ sie ein wenig hysterisch werden, dann hob ich sie aus dem Beet heraus und seither lässt sie es in Ruhe.

Auch das Kräuterbeet mussten wir einzäunen, sie hatte es in einer Nacht- und Nebelaktion eines schönen Sommerabends schlicht und einfach komplett umgegraben.


Louise liebt die Gartenarbeit und will immer mithelfen. Das bedeutet, dass ich ständig einen Hundekopf zwischen mir und dem Gartenwerkzeug habe, wenn ich Gras schneide oder Unkraut jäte. Sie schnappt sich dann ein wenig Unkraut, schüttelt es wie eine Beute und räumt den Kübel aus, aber das lässt sich verkraften. Hauptsache sie ist dabei, wie bei kleinen Kindern, denen gab ich auch immer eine Schaufel in die Hand und ließ sie "mithelfen".

Was nicht mehr möglich ist: etwas einzupflanzen, wenn Louise dabei ist. Das gräbt sie nämlich sofort wieder aus. Sie will "helfen" oder "mitspielen", da hilft kein Schimpfen und kein Befehl. Also muss sie beim Pflanzen entweder im Haus bleiben oder mit einem Kind einen langen Spaziergang machen. Die Pflanzen müssen nach dem Setzen gut gegossen werden, damit auch der Geruch an den Garten angepasst wird und nicht sosehr nach Frauchen duftet. Hunde haben einfach eine unglaublich gute Nase. Aber mit diesen Maßnahmen lässt sie die meisten Neupflanzungen mittlerweile in Ruhe.

Bei empfindlichen Pflanzen oder wenn sie gesteigertes Interesse zeigt, bekommt die neue Pflanze eventuell einen temporären Kragen aus einem alten Kübel ohne Boden oder aus einem Stück Zaun. Nach ein paar Tagen ist die Neupflanzung uninteressant und die Hilfskonstruktion kann wieder entfernt werden.

Man muss ich bewusst machen, dass ein Hund, wenn ihm im Garten langweilig ist, binnen kurzer Zeit einen wirklich unglaublichen Schaden anrichten kann. Auch ein kleinerer Hund wie Louise, die knapp 17 kg wiegt, gräbt ein ganzes Beet in minuntenschnelle total um.

Was wir nicht haben: eine Hundehütte oder einen dezidierten Hundeschlafplatz. Louise akzeptiert sie nicht. Die Hundehütte wurde von den Katzen besiedelt und ihre Ruheplätze sucht sie sich selbst. Unter der Hecke auf der kühlen Erde im Sommer, in der Sonne im Gras, wenn es kühler ist.


Unser Garten war von Anfang an katzen- und kindergerecht gestaltet, wenngleich ich Fussballspielen untersage. Dazu haben wir einfach nicht genug Platz und außerdem eine Fussballwiese ein paar Meter entfernt. Um die hundegerechte Gestaltung mussten wir uns erst bemühen und es war anfangs nicht ganz leicht. Hunde kann man zwar viel besser erziehen als Katzen, aber wenn sie unbeobachtet sind oder sich langweilen, reitet sie manchmal ein kleines Teufelchen. Manches geht mit Verboten und Beobachtung, bei einigen Dingem muss man - je nach Hund - Maßnahmen treffen. Ich möchte beides, einen schönen Garten und Tiere, also ist wieder ein wenig Phantasie, Überlegung und Geschicklichkeit gefordert.

Was machen wir mit dem Hund und seinen Ausscheidungen? Große Frage!
Unser Hund ist in diesem Sinne nicht völlig gartensauber, wenngleich absolut stubenrein. Anfangs war es schlicht und einfach leichter, wenn sie den Garten mitbenützen durfte. Allerdings gibt es ein paar Regeln und mittlerweile verrichtet sie das Geschäft sowieso fast nur mehr bei den regelmäßigen Spaziergängen.

Regel 1: nicht in die Wiese pinkeln - das macht unschöne verdorrte Stellen. Louise hat ein paar Stellen im Gebüsch, wo es definitiv nicht stört. Dort darf sie hingehen und daran hält sie sich. Beigebracht haben wir es ihr mit großem Lob und Belohnung, es hat nur ganz kurz gedauert, dann hatte sie es verstanden.
Regel 2: täglich eine Runde durch den Garten machen und eventuelle Exkremente aufsammeln. Dann stinkt gar nichts. Wobei Louise eigentlich im Garten kein großes Geschäft mehr erledigen will. Sie ist gottseidank sehr sauber.
Regel 3: 3 bis 4 Spaziergänge täglich und sie erledigt fast alle Geschäfte außerhalb des Gartens.

Diese Regeln waren und sind völlig problemlos umzusetzen, ohne Druck oder viel Übung. Wie gesagt, ich will beides, einen schönen Garten und Tiere darin.

Der Post ist wieder Teil der Bloggeraktion "Mein Frühlingsgarten", 7 Blogger öffnen ihre Gärten und stellen unzählige tolle Projekte vor.

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Susan von Mein Gartenglück
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Anja von Gartenbuddelei
Marie von Von Tag zu Tag - Mariesblog

Schaut vorbei, es lohnt sich. Wer selbst noch Gartenprojekte hat, kann diese hier verlinken, die Gartenlinkparty läuft noch bis Ende Mai. Unter #meinfrühlingsgarten2017 sind tolle Fotos zu finden, auch hier kann jeder mitmachen.

Eine schöne Maiwoche wünscht

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde.

Haustiere und der Garten Teil 1: Katzen

Heute geht es nicht um die vielen Tiere, die meinen Garten wild bevölkern und um die ich mich mit vielen Maßnahmen bemühe. Obwohl das eigentlich auch genug Stoff für einen eigenen Post wäre. Heute geht es um meine Haustiere - konkret ein Hund und zwei Katzen - die mit uns leben und natürlich auch den Garten nützen. Manchmal haben sie nur leider ein wenig andere Vorstellungen von der Gartengestaltung als ich. Vor allem unser Hund, seufz.

Aber zunächst zu den Katzen. Sie sind im Prinzip wesentlich pflegeleichtere Gartenbewohner als der Hund, vor allem deshalb, weil sie schon aufgrund ihrer Größe nicht ganz so schnell ganz so viel Schaden anrichten können.


Unsere Katzen sind Freigänger, die - wenn ich sie einfangen kann und sie Lust dazu haben - in der Nacht im Haus schlafen. Meistens jedenfalls. Untertags sind sie unterwegs, in unserem Garten und in den Nachbargärten, was rechtlich absolut in Ordnung ist. Hier ist das Nachbarschaftsrecht eindeutig, in Gegenden, wo es üblich ist, dass Katzen frei laufen dürfen, also in unserer Gartensiedlung, muss man auch die Nachbarskatzen im eigenen Garten dulden, selbst wenn sie diesen manchmal verschmutzen. Natürlich, ein frisch umgegrabenes Beet ist ein wunderbares Katzenklo, das wissen wir alle. Man darf die Katzen zwar beispielsweise mit einem Wasserstrahl verjagen, nicht aber Dinge nach ihnen werfen oder sie verletzen. Katzenbesuch muss also geduldet werden, in unserer Siedlung ist das aber gottseidank überhaupt kein Problem.

Anmerkung: wer Katzen im Garten hat, muss sich meist um Wühlmäuse und Maulwürfe keine Gedanken machen. Sie riechen den Katzenkot und ziehen ein paar Gärten weiter.

Die vielen Katzen unserer Nachbarn haben bei meinen Kindern auch diverse Spitznamen bekommen, der Nachbarkater heißt bei ihnen Toastbrot, weil er, wie meine Kinder meinen, ebenso intelligent wie Toastbrot ist (aber ein wunderbar lieber und sehr anschmiegsamer Tigerkater! Ich muss ihn verteidigen!). Die Katze der Nachbarn auf der anderen Seite - eine riesige wunderschöne Norwegische Waldkatze - heißt Königin, weil sie die gesamte Nachbarschaft dominiert. Der Kater ein wenig weiter weg - ganz weiß mit Ringelschwanz - heißt Handschuhdieb, weil er die Angewohnheit hat, alle Gartenhandschuhe zu klauen. Wir leben in einer Katzenwelt.

Wichtig für alle (vor allem für neue!) Katzenbesitzer ist sich klarzumachen, dass sich Katzen nicht einsperren lassen. Sie finden immer irgendwo einen Weg aus dem Garten, aber bei Gefahr dann möglicherweise nicht mehr schnell genug zurück. Daher ist es das oberste Gebot, den Garten vor allem an den Grenzen durchlässig zu gestalten. Somit haben die Katzen ausreichend Fluchtwege und finden schnell wieder in die sicheren Bereiche zurück. Wir haben in unserem Zaun bewusst mehrere Durchschlupfmöglichkeiten geschaffen, die zu klein für den Hund aber groß genug für Katzen sind. Bisher - Klopf auf Holz - haben unsere Katzen bei Gefahr immer noch schnell in den Garten flüchten können.


Es gibt unzählige Firmen, die mit der Angst der Katzenbesitzer gutes Geschäft machen. Katzendichte unglaublich hohe Zäune, Elektrozäune, Elektrohalsbänder, weiß der Teufel was noch alles. Tatsache ist, es funktioniert nicht und füllt nur die Taschen der findigen Hersteller. Katzen lassen sich nicht in einen Garten sperren, es sei denn, man baut ein richtiges Gehege, das auch oben vergittert ist, wie es viele Züchter machen. Man muss sich einfach generell überlegen, ob die Katze eine Freigängerin sein soll oder nicht, je nach Gegend, nach Katze, nach Lebensstil. 

Ein weiterer Punkt sind Verstecke und witterungsgeschützte Orte. Wir haben keine Katzenklappe, weil es technisch bei uns kaum möglich und energietechnisch schlicht und einfach ein Wahnsinn wäre. Trotzdem kann ich die Katzen vor allem bei kaltem Wetter nicht ständig im Haus lassen oder einfangen, wenn ich weggehen muss. Also gibt es mehrere Orte, an denen sie sich verkriechen können und vor Nässe und Kälte geschützt sind.

Ein Ort ist in der Gartenhütte, als Eingang sägten wir einfach ein entsprechend großes Loch in die Türe. In der Hütte steht eine gedämmte Box, die auch im Winter dafür sorgt, dass die Katzen im Notfall nicht erfrieren.
Hier muss ich nur regelmäßig Nachschau halten, ob sich nicht ein anderes Tier auch gerne einnisten würde.


Der zweite Ort ist die kleine Hütte, eigentlich als Hundehütte gekauft, aber der Hund mag sie nicht. Die Katzen hingegen lieben sie und schlafen oft untertags drinnen, mit Blick auf Terrasse und Haus, aber geschützt vor allzu aufdringlichen Blicken. Die Hütte steht ein wenig abseits halb unter einer Hecke, offen zu windabgewandten Ostseite (wir haben fast immer Westwind) und im Sommer gut schattiert. Innen ist sie gut ausgelegt und somit warm und gemütlich, so wie es Katzen mögen.


Am Teich wollte ich mit einem wunderbaren Liegestuhl eigentlich eine ruhige Oase zum Lesen schaffen, aber dieser Ort wurde fast sofort von den Pelztieren okkupiert. Geschützt, im Winter sonnig, im Sommer schattig, Blick über den Teich, etwas erhöht - alles was Katzenherzen höher schlagen lässt. Also der Katzensessel schlechthin.

Manchmal residiert der Kater allerdings auch im Schnittlauchtopf.

Was Katzen und andere wilde Gartenbewohner betrifft, so muss man sich immer darüber im Klaren sein, dass Katzen Jäger sind und alles jagen, was sie erwischen können. Mäuse, Libellen, Frösche, Kröten, Vögel, Blindschleichen und vieles mehr. Meist bringen sie ihre Beute dann stolz ins Haus und rupfen den Jungvogel genussvoll am Küchenboden oder unter dem Bett. Beides schon erlebt.
Wer damit nicht umgehen und im Notfall eine halbtote Maus nicht schnell selbst ins Jenseits befördern kann, sollte sich keine Katzen halten oder diese zumindest nicht ins Freie lassen. Allerdings sind Katzen vonTemperament und Geschicklichkeit her oft sehr unterschiedlich. Katze Lilith beispielsweise ist zwar ständig auf der Pirsch, hat bisher aber noch nichts Nennenswertes erlegt. Kater Leander hingegen bringt regelmäßig Beute ins Haus, teilt aber "brüderlich" mit seiner Katzenschwester. Will heißen er frisst, knurrt dabei, sie sitzt daneben, wenn er fertig ist, darf sie die Reste haben. Männer! Beide Katzen sind im Übrigen kastriert.


Wer also Vogelhäuschen oder Vogelnester in seinem Garten hat, sollte diese schützen, generell, denn kaum ein Garten ist vor Nachbarskatzen ganz sicher. Hoch aufhängen, keine Kletterhilfen und rundherum möglichst ein Gebüsch, in dem sich Jungvögel verstecken können, ohne dass ihnen die Katze zu nahe kommt. Hier habe ich ein paar weitere Tipps gefunden, aber aufpassen, Gegenstände nach Katzen werfen ist verboten, ebenso generell der Einsatz von Stacheldraht. Hier drohen sogar empfindliche Strafen.

Wie überall geht es auch in unseren Gärten darum, ein friedliches und artgerechtes Miteinander für alle zu ermöglichen.

Meine Punkte für den katzenfreundlichen Garten
  • Grenzen durchlässig gestalten und Fluchtwege offen halten
  • Witterungschutz und Rückzugsmöglichkeiten anbieten
  • Andere Gartenbewohner soweit wie möglich schützen

Wichtig ist mir auch, dass die tiergerechten Maßnahmen einfach, praktikabel und überschaubar bleiben. Immer saubere Pölster im Katzenhaus - vergiss es! Einmal pro Monat waschen, damit keine Flöhe hineinkommen, fertig. Teure Lösungen für Türchen im Zaun (alles schon gesehen!) - so ein Unfug. Ein Loch, das groß genug ist und an dem sich die Katze nicht verletzen kann - fertig. Auch sonst sollen alle Maßnahmen rund um die Tiere einfach und praktisch sein, superkreative oder teurere Lösungen hebe ich mir für andere Dinge auf.
Im nächsten Post geht es dann um Garten und Hund.

Dieser Post ist Teil der Serie "Mein Frühlingsgarten", in der sieben Blogs und Bloggerinnen ihre Gärten vorstellen und Projekte und Ideen mit euch teilen. Schaut auch in den anderen Blogs vorbei, es sind wunderbare Ideen, Bilder, Impressionen und Projekte dabei.


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Auch eine Frühlingsgartenlinkparty gibt es hier. Komm und verlink deine frühlingshaften Gartenbilder oder Projekte. Auf Instagramm kannst du unter #meinfrühlingsgarten2017 ebenso Fotos und Impressionen verlinken.

Mit liebem Gruß
Marie


Projekt Schattengarten

Wie zu Beginn unserer Frühlingsgartenaktion versprochen, zeigen wir - das sind 7 tolle Blogs - euch unsere Gärten und berichten von Projekten und Ideen.


Eines meiner heurigen Frühjahrsprojekte betrifft die schattigen Bereiche in meinem Garten. Davon gibt es einige, manche waren immer schon schattig, manche sind es erst, seit mein Nachbar ein paar bauliche Maßnahmen getroffen hat. Damit wurde das bis dahin vollsonnige Staudenbeet neben dem Teich plötzlich zur Schattenzone und alle Stauden waren in nullkommanix kaputt. Kann man nichts machen, in engen Reihenhausgärten muss man immer auch mit den Nachbarn leben.

Gleich vorweg: diesmal hatte ich richtig Schwierigkeiten, die Bereiche halbwegs ansprechend zu fotografieren. Denn erstens ist natürlich überall Schatten. Und zweitens sind meine Schattenflächer eher langgezogene Restflächen, also schwer auf ein Foto zu bannen.


In meinem Garten gibt es folgende Schattenzonen.
  • Unmittelbar neben der Terrassentüre, im Bauwich zum Nachbargrundstück. Dieser Bereich war immer schon schattig, bekommt aber zumindest ein wenig Abendsonne und ist nicht allzu trocken. Dort stehen einige Sträucher, teils alt, teils neu gepflanzt. Ein alter Flieder, ein alter Holunder, dazwischen ein panaschierter Liguster, ein Hibiskus (der leider auch unter der Schattenkonstruktion des Nachbarn leidet, als wir ihn pflanzten, bekam er noch viel mehr Sonne) und ein Duftschneeball.
  • Das "Wäldchen" an der hinteren Gartengrenze, beschattet durch eine riesige Hasel und einen alten Flieder. Trocken, schattig und enormer Wurzeldruck.
  • Die Nordseite des Hauses zum angrenzenden Weg. Hier steht eine uralte Efeuhecke, schattig, aber nicht trocken.
  • Die Nordseite des Autoabstellplatzes, bepflanzt mit Liguster, trocken, schattig, nur abends und morgens gibt es ein wenig Sonne.
  • Die Nordseite der Gartenhütte. Schattig aber nicht trocken, dort behauptet sich noch eine uralte Hundsrose, weiters klettert ein Hopfen am Zaun.
  • Die ehemals wunderbar sonnige Seite am Teich. Nun tiefer Schatten und außerdem Hundetrampelpfad. Das ist der bei weitem problematischste Bereich.
Die Grund- und Strukturbepflanzung der Bereiche ist entweder vorgegeben oder von uns gepflanzt und funktioniert im Großen und Ganzen sehr gut. Außer der Hibiskus, er blüht nie, aber er ist sehr schön grün und wächst freudig.

Mein Projekt Schattengarten umfasst dieses Jahr vor allem die Unterpflanzung der immergrünen oder sommergrünen Sträucher. Ein wenig Farbe und viel Blattgrün in unterschiedlichen Strukturen, Blattformen und Grüntönen ist mein Ziel.


Ein ganz einfaches Projekt war die Unterpflanzung mit Veilchen bei der Ligusterhecke. Hier musste ich einfach nicht mehr tun, als zwei Jahre lang alles, was nicht Veilchen war, auszureißen. Mir fiel auf, dass sich unter der Ligusterhecke beim Autoabstellplatz (ohnehin kein allzu attraktiver Platz) etliche Duftveilchen etabliert hatten. Diese vermehren sich sehr gut, wenn sie wenig Konkurrenz haben, blühen zauberhaft im ersten Frühling, danach haben sie ein schönes, dichtes, grünes Laub. Also zwei Jahre lang konsequent jäten und nun ist der Veilchenteppich schon fast geschlossen. Eine absolut kostenfreie Bepflanzung, allerdings nur sommergrün. Da die Veilchen aber sehr zeitig im Jahr wieder austreiben, gibt es eine geschlossene grüne Decke von März bis in den November. Im Herbst einfach abschneiden, mit Kompost verwöhnen und auf das Frühjahr warten. Ein bis zweimal im Jahr muss ich noch jäten und die Hecke schneiden, ansonsten ist dieser Bereich absolut wartungsfrei, der Liguster immergün und der Autoabstellplatz hübsch begrenzt.


Schon etwas aufwändiger war und ist die Begrünung des Bereiches neben der Terrassentüre. Erstens habe ich hier wesentlich höhere Ansprüche, außerdem ist der Bereich größer und braucht mehr Aufmerksamkeit. Die großen Strukturpflanzen sind sommergrün (Flieder, Hibiskus und Holunder) oder immergrün (Liguster) oder blühen im Spätwinter (Duftschneeball). Am Zaun zu den Nachbarn ziehe ich intensiv verschiedene Efeuarten hoch, um irgendwann eine grüne Wand zu bekommen, allerdings wächst Efeu am Anfang sehr langsam.
Der Bereich ist insoferne auch wichtig, weil er den direkten Ausblick aus Wohnzimmer und Küche bildet. Genau dort, wo das Küchenfenster hinschaut, pflanzten wir den immergrünen Liguster, Unterpflanzungen mit Zauberglöckchen, Hirschzungenfarn, Dickmännchen und Kleinem Immergrün. Alles sollte im Winter die Blätter behalten.


Das Immergrün steckte ich als Steckling vor etwa einem Jahr in die Erde, gut angießen, immer feucht halten. Mittlerweile ist es ein richtig dichter Bewuchs mit zauberhaften blauen Blüten im Frühjahr geworden.


Die Dickmännchen haben eingentlich den Ruf, dass sie sich ebenfalls schnell vermehren und pflegeleicht sind. Bei mir nicht. Im Spätsommer gepflanzt, immer gut feucht gehalten, etc. kümmern sie eher noch vor sich hin. Mal sehen, ob sie durchkommen.


Heuchera wachsen in meinem Garten an vielen Stellen, da diese Blattschönheiten so vielfältig und außerdem immergrün sind, probiere ich sie in unterschiedlichen Bereichen aus. Die Heuchera im Schattenbeet bei der Terrasse ist wunderbar angewachsen. Eine weitere rotlaubige werde ich aus dem Vorgarten hierher verpflanzen. Der Vorgarten ist zu sonnig und hier kann ich weitere Blattfarben gut gebrauchen.


Die Funkie wuchs ursprünglich hinter der Gartenhütte, dort war es ihr aber eigentlich zu sonnig (Abendsonne) und außerdem brauchen wir den Platz für ein weiteres Projekt - Kompost und Bio-Jauche. Davon aber ein andermal. Also grub ich heuer im zeitigen Frühjahr die mittlerweile schon recht große Funkie aus, als nur die Triebspitzen aus der Erde sahen, teilte sie in jeweils rund 3 Triebe und pflanzte sie im Schattenbeet wieder ein. Alle Setzlinge kamen ein paar Wochen später aus der Erde, es scheint ihnen an ihrem neuen Ort zu gefallen. Schnecken sind heuer nach diesem eiskalten Jänner gottseidank noch kaum ein Thema, außerdem verwende ich - als einzige Chemikalie im Garten - Schneckenkorn auf Eisen III Basis. Sonst kommt mir nichts an meine Pflanzen, schon gar nichts ans Gemüse, aber ohne Schneckenkorn gibt es in Wien keinen Garten. So ist das, leider.


Auch ein paar Bergenien - Ableger übersiedelte ich in dieses Beet, derzeit sind sie noch sehr klein.


Weitere Schattenpflanzen sind Leberblümchen mit wunderbar dichtem Laub, Efeu und zahlreiche Frühlingsblüher. Kroki und Co kommen meist auch mit schattigeren Verhältnissen gut zurecht, sie blühen dann einfach später, was einen netten Effekt im Garten hat. Die Traubenhyanzinthen beispielsweise, die im Sonnenbeet schon lange verblüht sind, erfreuen mich im Schattenbeet bis in den Mai mit blauen Blüten.

 
Betreffend Blüten und Farbe muss man im Schattenbeet Abstriche machen. Ein buntes Farbenmeer ist kaum zu erreichen. Dafür habe ich meine Sonnenbeete, beispielsweise das vollsonnige Feuerbeet ind rot und gelb oder das englische Staudenbeet im Vorgarten. In den Schattenbeeten spiele ich mit immergrünen und sommergrünen Gewächsen, mit Blattfarben und Formen und der Struktur der Sträucher.


Das Konzept für die ersten beiden Schattenbereiche steht also, es ist gepflanzt und nun muss es einwachsen und hoffentlich in ein bis drei Jahren vollflächig den Boden bedecken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser und viel billiger ist, die Pflanzen eher nicht zu dicht zu setzen und ihnen viel Platz zur Entfaltung zu geben. Dann dauert es zwar länger, bis alles zusammengewachsen ist, das Endergebnis ist aber schöner und stimmiger. Sitzen die Pflanzen zu eng, dann bedrängen sie einander und früher oder später kommt es zu Aufällen - meist von den teureren Setzlingen.


Wer hat noch tolle Gartenprojekte? Hier gibt es die Linkparty dazu.

Der Post ist Teil der Frühlingsbloggeraktion "Mein Frühlingsgarten 2017". Hier gibt es alle Infos dazu und die Links zu den weiteren Blogs. Schaut vorbei, es lohnt sich wirklich!

Weil ich für den Koch-Blog-Award 2017 nominiert wurde, bitte ich noch um viele Stimmen. Danke an alle, die schon abgestimmt haben. Es ist zwar nur Spaß, aber ich freue mich trotzdem, dass mein Blog wahrgenommen wird. Danke.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. 

http://www.creadienstag.de/