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Montag, 13. Juli 2015

Erntezeit für Blumensamen


Meine Blumenbeete stehen in voller Blüte - trotz Hitze, Starkregen und sonstigen Wetterkapriolen. Aber die ersten Blumen setzen auch schon Samenstände an. Damit der Garten im nächsten Jahr wieder so wunderbar blüht, beginnt nun die Samenernte.




Ich nehme vor allem Samen von ein- und zweijährigen Pflanzen, wenn ich sie auch im nächsten Jahr in meinem Garten haben möchte. Beispielsweise Jungfer im Grünen, Bartnelken, Sonnenblumen, Akkelei, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Vexiernelke und allem, was so bunt und üppig blüht.




Akkeleien säen sich sehr gut selbst aus, allerdings möchte ich im Wäldchen auch ein paar der zarten Tänzerinnen haben. Daher habe ich Samen geerntet. Außerdem ist die Samenbox auch Quelle für Samengeschenke ("Wow, das blüht schön, hast du vielleicht Samen für mich?"). Manchmal macht auch ein nasser oder trockener Sommer einer selbstaussäenden Pflanze zu schaffen und sie verschwindet aus meinem Blumenbeet. Dann habe ich Samen, um sie wieder auszusäen.




Bei einjährigen ist es sowieso klar, die müssen jährlich neu gepflanzt werden. Manches Saatgut ist billiger, manches teurer, aber auch wenn die kleinen Samentütchen nicht die Welt kosten, erspare ich mir mit meiner eigenen Samensammlung jährlich doch einige Euros.




Die Samen werden mitsamt den reifen Samenständen einfach abgeschnitten und kopfüber in ein kleines Glas gestellt. Nach ein paar Tagen vertrocknen die Samenstände und die Samen fallen aus. Dann kommen sie in kleine Papiersackerln und warten in meiner Samenbox auf die Aussaat.






Samen zu nehmen ist wenig Aufwand und lohnt sich auf jeden Fall. Interessant ist auch, dass die "Kinder" oft gar nicht wie die "Eltern" aussehen, weil Bienen und andere Insekten eine lustige Kreuzung erfunden haben. Das macht die Sache spannend. Genmanipulation "by bee" sozusagen.




Samen von sogenannten F1-Hybriden, manche besonders gezüchtete Einjährige aber vor allem viel Gemüse, braucht man gar nicht zu sammeln. Im Normalfall sind die Tochterpflanzen zu vergessen und haben völlig andere (meist schlechtere) Eigenschaften. Auf den Samentüten steht ein Hinweis, wenn es sich um F1-Hybriden handelt. Aus diesem Grund achte ich schon beim Samenkauf auf sogenannte "samenechte" oder "samenfeste" Pflanzen. Überraschungen kann man trotzdem laufend erleben, denn die Bienen machen, was sie wollen - somit schaffe ich in meinem Garten durch die bunte Mischung eigentlich selbst immer wieder F1-Hybriden. Trotzdem sind die meisten selbst gesammelten Samen gut zu verwenden und haben ein schönes Erscheinungsbild und gute Tochterpflanzen.

Gemüsesamen sind demnächst an der Reihe. Dieses Jahr habe ich ein paar Salate - teils freiwillig, teils unfreiwillig - zum Blühen gebracht. Da sie aber vor der Blüte richtig knackig waren, dürfen die Samen auch in meine Samenbox. Bin gespannt, was nächstes Jahr daraus wird.

Mit liebem Gruß

Marie

 Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil!

Donnerstag, 15. Januar 2015

Ran an die Samen!

Noch ein Gartenpost diese Woche. Vielleicht ist es meinen lieben Lesern schon aufgefallen, dass ich erstens: den Winter nicht wirklich mag (ich bin ein Kind des Sommers und der Wärme!) und es zweitens: schon kaum mehr erwarten kann, dass das Gartenleben wieder losgeht. Aber so wie es aussieht, werde ich mich noch ein klein wenig gedulden müssen.

Trotzdem, jetzt ist Zeit, die Samen zu sortieren, neue zu kaufen und zu bestellen und den Pflanzplan vor allem für den Gemüsegarten zu machen.


Meine Samenbox. Ganz einfach nachzumachen.


Außerdem säe ich die ersten Pflanzen aus. Wirklich. Ich habe 8 schöne helle und nicht allzu warme Fensterbretter (keine Heizkörper darunter, da Fussbodenheizung), auf denen meine Babypflanzen wunderbar gedeihen, ohne zusehr zu vergeilen.


Die ersten Babypflanzen! Jaa!


Mein Mann lacht mich jedes Jahr wieder aus, wenn ich schon im Jänner Gemüse aussäe. Und jedes Jahr haben wir die schönsten Gemüsebeete in der ganzen Nachbarschaft! Hihi!


Gemüsebeet Anfang Juni.


Der erste Schwung ist schon fertig. Ich verwende dazu halbe Toilettpapierrollen, die ich mit Anzuchterde und etwas Sand fülle und in eine Plastikbox stelle. Einfach und kostengünstig. Die Papierrollen halten gerade so lange, bis die Pflanzen in die Erde kommen, dort lösen sie sich schnell auf.

Vorteil ist auch, dass ich die Plastikboxen bei sehr schönem Wetter zeitweise schon im März stundenweise ins Freie stellen kann. Das härtet die Pflanzen ab, macht sie stark und widerstandsfähig.

Generell habe ich festgestellt, dass vor allem bei einjährigen Blumen die selbst aus Samen gezogenen Pflanzen deutlich widerstandsfähiger sind, beispielsweise Tagetes, Ringelblumen, etc. Es lohnt sich also, diese selbst anzusetzen, außerdem ist es billiger.

Einen schönen Jännertag wünscht

Marie

Dienstag, 21. Januar 2014

Samenbox und Gartentagebuch

Samenbox und Gartentagebuch.

Dieses Jahr werde ich erstmals ein richtiges Gartentagebuch führen. Dazu habe ich mir einen ganz billigen Kalender mit einer Seite pro Tag gekauft. Das Design gefällt mir trotzdem recht gut - und mit den diversen Sprüchen und Tipps auf den Seiten kann ich leben. Sie stören nicht wesentlich und ich habe genug Platz für Notizen.


Mein Gartentagebuch

Ich notiere täglich kurz das Wetter und was ich an diesem Tag im Garten gemacht oder beobachtet habe. Stichwortartig, kurz und ohne besonderen Anspruch. Nur eine Sammlung von Infos, die ich vielleicht wieder brauchen kann.


Eine Seite pro Tag. Ich notiere Wetter, Tätigkeiten und Ideen.

Außerdem notiere ich Ideen, Pflanzvorschläge und Tipps, die mir bei meiner Lektüre von Gartenzeitschriften oder Gartenbüchern so unterkommen. Ob ich sie dann weiterverfolge, halte ich mir offen.


Meine Blumenkisterln werde ich mit Petunien, Lobelien und Verbenen bepflanzen.

Dann habe ich meine Samen neu organisiert. Dazu dient eine einfache hölzerne unbehandelte Weinkiste, die gerade übrig war. Den Trennsteg in Längsrichtung habe ich herausgenommen, abgesägt und quer wieder eingefügt. Er trennt jetzt Gemüse- von Blumensamen.


Eine alte Weinkiste als Samenbox

Das Logo des Winzers habe ich mit einem Schild überklebt. Dazu habe ich das Design meines Gartentagebuchs eingescannt, den Titel Samen dazugefügt und ein passendes Schild wieder ausgedruckt.


Das Winzerlogo habe ich mit einem Schild überklebt.

 Innen sind die Samentütchen gut verstaut.


Links die Blumensamen, rechts die Gemüsesamen.

Da auf den Samenpackungen der Inhalt oft oben angeschrieben ist, ich die offenen Tüten aber umgefalzt aufbewahre, sehe ich den Titel so nicht. Also habe ich einfach den Inhalt unten nochmals dazunotiert - und auch gleich die Auspflanz- bzw. Saatzeit dazugeschrieben. 3-5 heißt also März bis Mai. So sehe ich auf einen Blick, was ich wann anpflanzen muss.


Die Samentüten beschrifte ich, damit ich auf einen Blick sehe, was ich habe.

Auch meine selbstgeernteten Samen sind hier gut verstaut und beschriftet.


Meine selbstgeernteten Tomatensamen.

Ein nettes Paar - mein Gartentagebuch und die dazupassende Samenkiste. Kosten des Projekts: 2,99 für den Kalender und 0 Euro für die Box.


Samenbox und Gartentagebuch.


Liebe Grüße

Marie

Natürlich bin ich wieder bei Linkpartys dabei.