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Frischer Salat im November

Heute konnte ich wieder eine große Schüssel frischen jungen Salat ernten. Nein, das ist kein Post, den ich im Frühjahr vorbereitet und dann vergessen habe, heute konnte ich ernten, heute, am 3. November. Wie das geht? Mit ein wenig Planung und - das muss ich ehrlich zugeben - viel Wetterglück. Es ist nicht jedes Jahr so, dass noch so viel wächst.




Mein Plan Ende August war folgender: in alle Karrees, die abgeerntet wurden, streute ich Salatsamen. Bunt gemischt, Babyleaf - Sorten, Spinat, Vogerlsalat, Mizuna, Eichblatt, Lollo Bionda, einfachen Grünen Häuptelsalat.




Einige dieser Karrees blieben leer, die Samen wollten nicht mehr keimen. Viele allerdings gingen auf und so kann ich heute, Anfang November, Salat wie im Frühjahr auf den Tisch bringen.




Dazu beigetragen hat der warme September, in dem die Pflänzchen keimen und ordentlich wachsen konnten. Auch der Oktober ging nicht böse mit dem Salat um, es war hier zwar extrem nass, kühl und trüb, aber nicht frostig. Es gab allerdings auch schon Jahre, in denen nichts mehr keimte, wenn der September kalt und nass war.




Schon im Oktober konnte ich vereinzelt Blättchen ernten, jetzt im November werde ich den Salat so schnell wie möglich komplett verbrauchen, wir sind sicherlich nur mehr wenige Tage vor dem ersten strengen Frost entfernt. Ein wenig Raureif gab es schon an ein paar Tagen, aber ganz leichter Frost macht Salat nicht so viel aus. Er verträgt nur lange tiefe Temperaturphasen nicht.




Den Vogerlsalat lasse ich überhaupt im Beet, wenn mein Plan aufgeht, gibt es zu Weihnachten frischen Salat. Leichter bis mittlerer Frost macht auch diesen Pflanzen nicht allzu viel, die tiefen Temperaturen, die im Jänner und Feber bei uns herrschen, wird er allerdings nicht aushalten.




Die Kapuzinerkresse grünt und blüht sich nochmals zu neuer Hochform.



  
Wunderbar, sie rankt mittlerweile bis in die benachbarten blutroten Heidelbeeren. Ein toller Kontrast. Die Blüten schmecken gut im Salat, ein wenig pfeffrig und sehr würzig. Ausprobieren!




Bisher stehen die Salatpflanzen völlig ungeschützt am Beet, sollte noch einiges an Salat da sein und Frostnächte drohen, werde ich vielleicht ein wenig Vlies aufbreiten.




Das Frühbeet hat sich im Herbst nicht bewährt, es kommt einfach zu wenig Licht zu den Pflanzen, auch wenn man es öffnet, etc. Sie mögen es lieber, wenn sie frei im Beet stehen können.




Im Frühjahr allerdings werde ich es auspacken, denn unter Glas kann man die ersten Salate schon im Feber anpflanzen.




Frischer Salat im November - das geht auch in unserem Klima. Nicht immer, nicht jedes Jahr, aber einen Versuch ist es wert. Einfach Mitte bis Ende August nochmals aussäen - und warten. Mit ein wenig Glück, gibt es noch eine tolle Ernte.

Mit liebem Gruß

Marie


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Kresse als Beetbegrenzung - Gärtnern im Quadrat

Beetbegrenzung mit Kresse, etwa eine Woche nach Aussaat.

Ich gärtnere im "Quadrat". Seit zwei Jahren habe ich meine Hochbeete entsprechend eingerichtet und bin vom Erfolg begeistert. Auch wenn das heurige Jahr im Gemüsegarten wetterbedingt leider zu vergessen war.

Für die Herbstsaat habe ich eine neue Form der Begrenzung ausprobiert: Kleine Reihen aus Kresse. Diese Begrenzung eignet sich natürich für jede Form des Beetes, nicht nur im Quadratgarten.

Kresse in eine schmale Rille säen und nicht mit Erde bedecken, nur leicht andrücken und gießen.

Kresse wächst schnell und dicht. Nach etwa einer Woche ist sie schon so groß.

Meine Karrées sind ca 35 x 35 cm groß und für die Herbstsaat habe ich Anfang September folgendes gepflanzt.
2 Quadrate mit Radieschen
3 Quadrate mit schnellwachsenden Pflücksalaten
2 Quadrate mit Spinat
2 Quadrate mit Feldsalat

Bepflanzung von 9 Karrées Anfang September.

Wenn das Wetter noch halbwegs mitspielt und mir die Schnecken keinen Strich durch die Rechnung machen, dann kann ich bis in den Dezember hinein frischen Salat ernten. So richtig kalt wird es bei uns erst im Jänner und Feber.

Die Kresse wächst schnell und markiert die Beetgrenzen.

Apropos Schnecken: trotz aller, wirklich aller Maßnahmen (absammeln, Schneckenzäune, Schneckenkorn, Miscanthusmulch, Hochbeete, Bierfallen, etc.) haben diese Biester heuer meine Salaternte im Sommer de facto komplett vernichtet. Ebenso das gesamte Kraut. Die Kresse lassen sie komischerweise in Ruhe - und auch die ersten Radieschen sind noch nicht abgeknabbert. Vielleicht hilft diese Barriere gegen Schnecken.


Nach etwas über einer Woche sind auch schon die ersten Radieschen sichtbar.

Der einzige Salat, den die gefräßigen Schnecken derzeit verschonen, ist meine Winterendivie. Die schmeckt scheinbar nicht und hat schon eine recht ordentliche Größe erreicht.

Wer jetzt noch schnell ein wenig Pflücksalat oder Spinat sät, kann noch bis Dezember ernten. Frisches Grün ist gerade im Herbst ein toller Vitaminlieferant, schmeckt gut und bereichert den Speiseplan. Auch am Balkon, im Topf oder am Fensterbrett (außen) lassen sich ein paar Pflanzen ziehen.

Also auf in den Garten, so lange das Wetter hält.

Mit liebem Gruß
Marie

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