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Dienstag, 9. August 2016

Gärtnern ohne Garten - Holland

Grünes und Blühendes gedeiht überall - auch ohne Garten. Zeitweise müssen auch die grünsten Daumen ohne eigene Beete auskommen, auf welche Ideen sie dabei kommen, zeige ich auch heute wieder. Diesmal am Beispiel Holland.

Gärtnern ohne Garten in Venedig ist hier zu sehen. Schau vorbei!

Gärntner in Töpfen, Schalen, Kisterln etc. ist die Standardvariante. In Holland gibt es wunderbare und teilweise auch sehr große Beispiele für kreative Pflanzgefäße. Vor jeder Türe steht irgendetwas Grünes. Toll!




Brückengeländer werden ebenso selbstverständlich begrünt wie bei uns Balkone. Im Hintergrund ist ein kleiner Kanal, ganz grün von Wasserlinsen. Man sieht gar kein Wasser mehr.




Große Töpfe mit kleinen Bäumen werden farbenprächtig unterpflanzt.




Vor vielen Häusern, unmittelbar am Gehweg, finden sich winzige schmale Rabatten, oft nur wenige cm breit. Dort wächst alles, was man sich vorstellen kann, sogar Küchenkräuter. Ob ich sie ernten würde, wage ich zu bezweifeln, in Holland gibt es auch viele Hunde, aber Basilikum und Co machen sich auch als Dekopflanzen gut.







Wenn kein Platz am Boden da ist, geht es eben in die Höhe. Kletterpflanzen am Regenrohr. Wunderschön.




Ein großer Trog und schon geht es die Fassade hinauf. Hauptsache grün. Clematis und Efeu im wunderbaren Zusammenspiel.




Auch dort, wo eigentlich überhaupt kein Platz mehr ist, in Ritzen zwischen Hausmauer und Gehsteig, wachsen sie - meine absoluten Lieblinge. Stockrosen und Stockmalven.







Und auf dieser Bank unter den Rosen hätte ich gerne auf jemanden gewartet.




Sogar Poller werden begrünt - eine absolut innovative Idee.




Für alle Liebhaber von Grünem und Blühendem: auch wenn der Garten klein, winzig oder gar nicht vorhanden ist, es gibt unzählige Ideen, um sich Freude ins (oder vor das) Haus, auf den Balkon oder das Fensterbrett zu holen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Freitag, 24. Juni 2016

Rosenzeit

Ich liebe Rosen, einmalblühende, wilde, öfterblühende, gefüllte, einfache, rankende, und überhaupt alle. In meinem Garten wachsen derzeit bereits 12 Rosenarten, leider noch viel zu wenige, aber das kommt schon noch.




Einige Rosen haben wir mit dem Garten übernommen, die vielen wunderbaren Wildrosen zum Beispiel. Sie sind zwar sehr wuchsfreudig und unheimlich stachelig, müssen also ordentlich gezähmt werden, aber wenn sie Anfang Juni blühen, ist der Sommer nicht mehr weit. Zusätzlich gibt es im Herbst wunderbare Hagebutten, toll für jede Herbstdeko.




Diese weiß - rosa Rose heißt Schneewittchen und ist eine uralte Strauchrose. Sie hat bei uns bereits sehr viel erlebt. Als ursprünglich im Garten vorhanden dürfte sie mittlerweile mehr als 50 Jahre alt sein. Das war auch ihr Glück, denn sie steht unmittelbar neben dem Hauseingang und wurde über zwei Jahre von dutzenden Bauarbeitern de facto fast zu Tode getrampelt - aber nur fast. Kaum waren die Bauarbeiten vorbei, zeigten sich wieder zarte Triebe und mittlerweile ist sie kräftig gewachsen und blüht von Juni bis zum Frost. Eigentlich sollten die Blüten reinweiß sein, woher die rosa Einsprenkelungen kommen, kann ich mir nicht erklären. Aber es sieht hübsch aus.




Dem Koch Eckart Witzigmann ist diese essbare Rose gewidmet. Auch eine Strauchrose, wird sie ca. 120 cm groß werden. Derzeit ist sie noch klein, im letzten Herbst neu gepflanzt, ein Abverkaufs - Angebot im Gartencenter, das ganz wunderbar in den Vorgarten passt.




Hawaii nennt sich diese zauberhafte Kletterrose, die am Weg neben dem Teich ranken darf. So perfekte Blüten muss man einfach einmal sehen! Sie duftet auch leicht und wunderbar, hat aber ziemlich böse Stacheln. Aufpassen.




Diese kräftige Ramblerrose heißt Marie Vieaud und ist eine Züchtung aus 1924. Das weiß ich allerdings erst seit kurzem, für mich war und bleibt sie immer die "Friesacher Rose". Sie wächst seit ich denken kann im alten Garten meiner Großmutter und als ich mich ein wenig mit Stecklingsvermehrung zu beschäftigen begann, schnitt ich vor etwa vier Jahren einfach ein paar Stecklinge ab und steckte sie in die Erde. Damals war hier Baustelle und ich vergaß die Stecklinge völlig. Vier Jahre später hat sich einer so richtig schön etwickelt und berankt mittlerweile einen ganzen Zaun. Die Rose blüht nur einmal, dann aber kräftig und hat wunderschönes dichtes Laub, das auch das restliche Jahr gut aussieht.




Wie diese Rose heißt, weiß keiner mehr, sie ist kräftig rosarot, leicht rankend, einmalblühend und hat ebenfalls Bauarbeiten uns sonstige Widrigkeiten problemlos überstanden.




Elfe nennt sich diese stachelige Kletterrose, die ebenfalls am Zaun ranken darf. Sie ist noch klein und wird sich hoffentlich gut entwickeln.




Den Namen dieser rosa öfterblühenden Strauchrose kenne ich nicht. Sie war ebenfalls im Abverkauf, namenlos, wurzelnackt und um 1 Euro zu bekommen. Ein richtiges Überraschungspaket also. Das kann fürchterlich schief gehen, aber einen Versuch ist es Wert. Die Rose wächst schön und gesund und ich bin gespannt, wie groß sie noch werden wird.




Für unser Rosenbeet neben der Terrasse wollten wir ROSAfarbene Bodendeckerrosen, The Fairy, weil ich damit schon gute Erfahrungen hatte. Wir kauften also im Gartenfachmarkt (!) etliche noch nicht blühende ROSA The Fairy, die sich mittlerweile aber als dunkelrot entpuppten. Ob es überhaupt The Fairy ist, sei dahingestellt, aber sie wachsen gut und blühen üppig. Da das Terrassenbeet aber eigentlich eher rosa - weiß - lila sein soll, werden diese Rosen im Herbst ins Feuerbeet übersiedeln. Dort passen sie mit ihrem kräftiger Rot einfach besser.

Der starke Regen der letzten Wochen hat den Rosenblüten zugesetzt, man sieht es gut auf den Bildern, sie sind alle etwas mitgenommen. Macht nichts, die meisten sind öfterblühend, ich werde die verblühten einfach schneiden und auf neue Knospen hoffen.

Einen schönen sonnigen Tag wünscht

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Mittwoch, 20. April 2016

Tulpenzeit




In meinem Garten wachsen nicht weniger als 25 verschiedene Tulpen. Ich habe nachgezählt. Viele davon habe ich in den letzten Jahren eingesetzt, etliche allerdings sind schon lange hier - lange vor meiner Zeit. Sie kommen jedes Jahr wieder, unermüdlich und erfreuen mich mit ihrer tollen Farbe.

Ich mag Tulpen und ich mag die Zeit Ende April. Es ist noch so richtig frühlingsfrisch, der Mai und Juni mit der überbordenden Fülle sind schon zu erahnen, aber die Natur ist noch ein wenig zurückhaltender. Eine wunderbare Jahreszeit.

Die roten Tulpen sind jene, die immer schon da waren, seit Generationen. Möglicherweise waren sie vor Jahrzehnten einmal ein Wahlgeschenk einer Partei, die für ihre rote Farbe bekannt ist. Zumindest erzählt das der Nachbar. Die Sorte ist unbekannt, glatt, rot und von unbeschreiblich intensiver Farbe.




Diese gelben Tulpen mit dem entzückend gezackten Rand waren Teil einer großen Blumenzwiebelpackung. Name unbekannt, wie bei den meisten meiner Tulpen.




Eine gelborange Tulpe mit sternförmigen gezackten Blättern.




Rotgelbe und gelbrote Tulpen wachsen in großen Mengen, teils angesetzt, teils als Vermächtnis der Vorfahren im Garten. Schön sind sie alle.






Diese rotorangen Wildtulpen haben ganz schmale Blätter und die Blüten wachsen auf kurzen Stängeln. Sie haben sich zwischen der Minze angesiedelt - also eher die Minze zwischen den Tulpen - ein wunderbares Ensemble.




Eine reinweiße gefüllte Tulpe mit grünem Blätterboden.




Rosa Blüten im Vorgarten, gefüllt, üppig und zart zugleich.




Knalliges Lila als Kontrast neben den rosa Tulpen, die Anordnung stammt von meinem Sohn, er wollte diese Kombination. Die Tulpen stammen aus einem Blumenzwiebelpaket namens "Rosa Garten", Sorten also leider wieder unbekannt.




Zu guter Letzt noch die zartlila Tulpen neben dem Hauseingang - ein Willkommensgruß an alle.




Der Frühling ist das, wirklich und wahrhaftig, üppig und wunderbar. Nur das Wetter passt noch nicht so ganz, es ist zwar sonnig, aber nach wie vor saukalt. Ich heize jetzt, mit Ausnahme von drei Tagen letzte Woche, seit Anfang September. Nimmt das nie ein Ende??? Wir leben im Weinbauklima, hallo Petrus, weißt du das? Nein - für nächstes Wochenendende ist Frost und ein wenig Neuschnee vorhergesagt...

Trotzdem ist heute ein wunderbarer sonniger Tag, wenn auch windig und kühl. Macht nichts, der Hund mag Spaziergänge bei jedem Wetter.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Montag, 8. Februar 2016

Lilypond Cottage

In Österreich haben Hausnamen leider keine Tradition mehr. Früher, vor Straßennamen, Hausnummern und gesichtslosen Riesensiedlungen, gab es viele interessante, lustige, einfallsreiche Namen, die mehr über Ort, Bewohner oder Geschichte erzählten.

Das Anwesen "In der Höll", beim "Egger", die "Mautz-Keusche", das "Schurz - Häusel", die "Möhsler - Villa"  das sind nur ein paar Namen, an die ich mich noch aus meiner Kindheit erinnere. Jeder wusste, was gemeint war und es war immer interessant zu erfahren, wie es zur Namensgebung gekommen war.

Als wir unser Häuschen bekamen, fiel mir spontan ein Name ein: Lilypond Cottage


 

Unser Haus ist fast 100 Jahre alt und Teil einer Siedlung, die im Wien Anfang der 1920-er Jahre nach dem Vorbild englischer Arbeitercottages errichtet wurde. Dementsprechend klein und verwinkelt war auch der Grundriss, vor unserem Umbau - Englisch eben. Also Cottage.




Lilypond, weil im Garten ein kleiner, verwunschener Teich liegt, auf dem zahlreiche Seerosen wachsen. Lily - oder Waterlily - die Seerose. So entstand der Name.




Um unsere neue Galeriewand zu vervollständigen, zeichnete mein Mann (jaa, zeichnen und malen kann er auch, nicht nur kochen) eine Seerose im Stil der pastellig zarten Illustrationen in englischen Kinderbüchern. Diese Seerose schmückt nun unsere neue Wand, neben den Kinder - Kunstwerken.




Die Seerose wurde mit Pastellstiften auf säurefreies Papier gezeichnet und mit ganz wenig Wasser leicht aquarelliert. Wunderschön!





Und Bilder von unserem Haus? Hier bin ich (derzeit) noch ein wenig unschlüssig. Seit fast drei Jahren blogge ich nun schon und außer meinem Mann, meinen Kindern und ein oder zwei Freundinnen weiß keiner davon. Mein privates, kleines Happy - Project. Auf der anderen Seite lese ich persönlich sehr gerne Blogs, bei denen ich ins Wohnzimmer schauen darf. Blogs, in denen private bewohnte Häuser vorgestellt werden - so wie sie sind. Zum Beispiel mein Lieblingsblog Eclectic Hamilton. Oder der wunderschöne Schweitzergarten. Oder der Stadtlustgarten.

Das Zuhause in größerem Maßstab zu zeigen, nicht nur Ausschnitte oder Details, bedeutet aber, die Privatsphäre ziemlich schnell aufzugeben, denn früher oder später erkennt jemand mein Haus. Bisher habe ich ja auch noch kein Foto von mir oder meinen Kindern gezeigt. Hier hat natürlich auch meine Familie noch ein kleines Wörtchen mitzureden.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich bereit bin, auch größere Fotos meines Zuhauses zu zeigen - auf die "Gefahr" hin, dass mich meine Nachbarn und alle Bekannten früher oder später erkennen. Oder, liebe Nachbarn, lest ihr schon längst mit und ich weiß es bloß nicht?

Inzwischen also nur Impressionen, auf denen man nicht die gesamte Umgebung erkennt. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.


 

Donnerstag, 28. Januar 2016

Vorfrühling

Die phänologischen Jahreszeiten faszinieren mich schon länger, die strikte Einteilung nach Sommer, Winter, Frühling und Herbst war mir immer zu ungenau und unpassend. Abgesehen davon, dass der Winter meteorologisch am 1. Dezember und astronomisch am 22. Dezember beginnt und bis Mitte März dauert. Im März fühle ich mich allerdings sicherlich nicht mehr winterlich! Also lebe ich, vor allem seit ich den Garten unmittelbar vor meiner Türe habe, nach den 10 Jahreszeiten des phänologischen Kalenders.




Für alle, die diesen Kalender nicht kennen: man teilt das Jahr in 10 Jahreszeiten ein, den Beginn markieren jeweils sogenannte Zeigerpflanzen. Somit kann sich die Jahreszeit je nach Witterung verschieben oder kürzer oder länger dauern.

Mit dem phänologischen Kalender fällt auch die Gartenarbeit viel leichter, weil man optimale Zeitpunkte für gewisse Arbeiten festlegen kann. Dass man die Rosen schneidet, wenn die Forsythien blühen, weiß vermutlich jeder Gartenbesitzer, das ist so eine phänologische Regel.

Bei vielen Wetterdiensten gibt es solche Kalender, die auf Beobachtungen verschiedener Stationen beruhen beispielsweise hier für Österreich oder hier für Deutschland.

In meinem Garten befinden wir uns derzeit phänologisch im Vorfrühling. Die Hasel beginnt zu blühen un die ersten Schneeglöckchen stecken ihre Köpfchen aus der Erde. Trotz der zwei großen Kältewellen Anfang und Mitte Jänner mit weniger als -10°C regt es sich bereits überall und die Frühlingsblüher stecken ihre Spitzen aus der Erde.





Die phänologischen Jahreszeiten bei uns in Österreich und in weiten Teilen Mitteleuropas

Vorfrühling: die ersten Schneeglöckchen stecken die Köpfe aus der Erde und die Hasel blüht.




Erstfrühling: die Forsythien blühen und man sollte die Rosen schneiden




Vollfrühling: Apfelbaum und Flieder blühen




Frühsommer (meine absolute Lieblingsjahreszeit): Holunder und wilde Rosen blühen




Hochsommer: die Sommerlinde blüht - aber diese Jahreszeit ist sowieso nicht zu übersehen.




Spätsommer: die Klaräpfel werden reif - Hochsaison im Gemüsegarten



 
Frühherbst: Holunder und Rosskastanien sind reif




Vollherbst: die Lärchen färben sich, die Eicheln werden reif




Spätherbst: Laubfall bei Kastanie und Eberesche




Winter: Apfelbäume sind laublos






Nicht alle diese Zeigerpflanzen wachsen in meinem Garten, aber man kann die phänologischen Jahreszeiten auch sehr gut an anderen Pflanzen ablesen. Für mich ist der Vollherbst zum Beispiel auch dann da, wenn das Weinlaub rot wird, der Hochsommer wird bei mir vor allem an Obst und Gemüse gemessen -  Himbeeren und Tomaten in Hülle und Fülle.

Eines meiner Lieblingsbücher dazu ist vom Fernsehgärtner Ploberger: Garteln im Takt der Natur. Hier werden diese Jahreszeiten genau erklärt und man erfährt, was im Garten wann zu tun ist. Ein tolles Buch für Gartenanfänger und Gartenprofis, jeder findet hier Tipps und Anregungen.



In meinem Garten ist schon der Vorfrühling eingekehrt, der Winter hat - zumindest phänologisch ein Ende.

Mit liebem Gruß
Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.


Artikel ist nicht gesponsert, enthält aber affiliates.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Gartenliebe - und eine tolle Linkparty bei Eclectic Hamilton

Mein Garten - ein unendliches Thema. Täglich neu, spannend, fordernd, manchmal frustrierend, aber immer faszinierend. Somit finden sich auf meinem Blog bereits viele, viele Gartenposts.


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/p/garten.html



Eclectic Hamilton, einer meiner Lieblingsblogs, startet heute eine tolle, neue Linkparty. Achtung, sie läuft nur zehn Tage, also schnell mitmachen.

Show me your garden

Da kann ich natürlich nicht widerstehen und muss ein paar meiner Posts verlinken. Außerdem freue mich mich schon auf den Blick in viele andere wunderbare Gärten.

Danke für die tolle Linkparty!

Mit liebem Gruß


Marie

Montag, 13. Juli 2015

Erntezeit für Blumensamen


Meine Blumenbeete stehen in voller Blüte - trotz Hitze, Starkregen und sonstigen Wetterkapriolen. Aber die ersten Blumen setzen auch schon Samenstände an. Damit der Garten im nächsten Jahr wieder so wunderbar blüht, beginnt nun die Samenernte.




Ich nehme vor allem Samen von ein- und zweijährigen Pflanzen, wenn ich sie auch im nächsten Jahr in meinem Garten haben möchte. Beispielsweise Jungfer im Grünen, Bartnelken, Sonnenblumen, Akkelei, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Vexiernelke und allem, was so bunt und üppig blüht.




Akkeleien säen sich sehr gut selbst aus, allerdings möchte ich im Wäldchen auch ein paar der zarten Tänzerinnen haben. Daher habe ich Samen geerntet. Außerdem ist die Samenbox auch Quelle für Samengeschenke ("Wow, das blüht schön, hast du vielleicht Samen für mich?"). Manchmal macht auch ein nasser oder trockener Sommer einer selbstaussäenden Pflanze zu schaffen und sie verschwindet aus meinem Blumenbeet. Dann habe ich Samen, um sie wieder auszusäen.




Bei einjährigen ist es sowieso klar, die müssen jährlich neu gepflanzt werden. Manches Saatgut ist billiger, manches teurer, aber auch wenn die kleinen Samentütchen nicht die Welt kosten, erspare ich mir mit meiner eigenen Samensammlung jährlich doch einige Euros.




Die Samen werden mitsamt den reifen Samenständen einfach abgeschnitten und kopfüber in ein kleines Glas gestellt. Nach ein paar Tagen vertrocknen die Samenstände und die Samen fallen aus. Dann kommen sie in kleine Papiersackerln und warten in meiner Samenbox auf die Aussaat.






Samen zu nehmen ist wenig Aufwand und lohnt sich auf jeden Fall. Interessant ist auch, dass die "Kinder" oft gar nicht wie die "Eltern" aussehen, weil Bienen und andere Insekten eine lustige Kreuzung erfunden haben. Das macht die Sache spannend. Genmanipulation "by bee" sozusagen.




Samen von sogenannten F1-Hybriden, manche besonders gezüchtete Einjährige aber vor allem viel Gemüse, braucht man gar nicht zu sammeln. Im Normalfall sind die Tochterpflanzen zu vergessen und haben völlig andere (meist schlechtere) Eigenschaften. Auf den Samentüten steht ein Hinweis, wenn es sich um F1-Hybriden handelt. Aus diesem Grund achte ich schon beim Samenkauf auf sogenannte "samenechte" oder "samenfeste" Pflanzen. Überraschungen kann man trotzdem laufend erleben, denn die Bienen machen, was sie wollen - somit schaffe ich in meinem Garten durch die bunte Mischung eigentlich selbst immer wieder F1-Hybriden. Trotzdem sind die meisten selbst gesammelten Samen gut zu verwenden und haben ein schönes Erscheinungsbild und gute Tochterpflanzen.

Gemüsesamen sind demnächst an der Reihe. Dieses Jahr habe ich ein paar Salate - teils freiwillig, teils unfreiwillig - zum Blühen gebracht. Da sie aber vor der Blüte richtig knackig waren, dürfen die Samen auch in meine Samenbox. Bin gespannt, was nächstes Jahr daraus wird.

Mit liebem Gruß

Marie

 Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil!