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Montag, 14. November 2016

Die besten Pflanzen für den Herbstgarten

Bunt, abwechslungsreich, strukturiert und spannend soll er sein - mein Garten, rund ums Jahr. Im Herbst und im Winter ist das nicht ganz einfach zu erreichen, wir leben in einer Gegend mit vier Jahreszeiten, wovon zwei eher unfreundlich zu Blühendem und Wachsendem sind.




Doch es gibt zahlreiche Pflanzen, die immergrün sind, tolle Früchte oder Samenstände produzieren, im Winter eine schöne Silhouette abgeben und sich auch noch für herbstliche Dekos eignen.

Dienstag, 9. August 2016

Gärtnern ohne Garten - Holland

Grünes und Blühendes gedeiht überall - auch ohne Garten. Zeitweise müssen auch die grünsten Daumen ohne eigene Beete auskommen, auf welche Ideen sie dabei kommen, zeige ich auch heute wieder. Diesmal am Beispiel Holland.

Gärtnern ohne Garten in Venedig ist hier zu sehen. Schau vorbei!

Gärntner in Töpfen, Schalen, Kisterln etc. ist die Standardvariante. In Holland gibt es wunderbare und teilweise auch sehr große Beispiele für kreative Pflanzgefäße. Vor jeder Türe steht irgendetwas Grünes. Toll!




Brückengeländer werden ebenso selbstverständlich begrünt wie bei uns Balkone. Im Hintergrund ist ein kleiner Kanal, ganz grün von Wasserlinsen. Man sieht gar kein Wasser mehr.




Große Töpfe mit kleinen Bäumen werden farbenprächtig unterpflanzt.




Vor vielen Häusern, unmittelbar am Gehweg, finden sich winzige schmale Rabatten, oft nur wenige cm breit. Dort wächst alles, was man sich vorstellen kann, sogar Küchenkräuter. Ob ich sie ernten würde, wage ich zu bezweifeln, in Holland gibt es auch viele Hunde, aber Basilikum und Co machen sich auch als Dekopflanzen gut.







Wenn kein Platz am Boden da ist, geht es eben in die Höhe. Kletterpflanzen am Regenrohr. Wunderschön.




Ein großer Trog und schon geht es die Fassade hinauf. Hauptsache grün. Clematis und Efeu im wunderbaren Zusammenspiel.




Auch dort, wo eigentlich überhaupt kein Platz mehr ist, in Ritzen zwischen Hausmauer und Gehsteig, wachsen sie - meine absoluten Lieblinge. Stockrosen und Stockmalven.







Und auf dieser Bank unter den Rosen hätte ich gerne auf jemanden gewartet.




Sogar Poller werden begrünt - eine absolut innovative Idee.




Für alle Liebhaber von Grünem und Blühendem: auch wenn der Garten klein, winzig oder gar nicht vorhanden ist, es gibt unzählige Ideen, um sich Freude ins (oder vor das) Haus, auf den Balkon oder das Fensterbrett zu holen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Mittwoch, 6. Mai 2015

Blumenkisterln im Sommer - Gärtnern ohne Garten

Meine Gartenleidenschaft ist hier bereits hinlänglich bekannt, aber auch ich musste viele Jahre ohne eigenen Garten auskommen. Aus dieser Zeit ist mir die Liebe zu Blumenkisterln, Töpfen und Balkonarrangements geblieben, denn auch winzigste Freiflächen kann man toll gestalten. Wie zum Beispiel in Venedig.




Unsere jetzige Straßenfront ist leider ziemlich eintönig, und da unser Haus unter Denkmalschutz steht, haben wir auf Gestaltung und Farbgebung leider keinen Einfluss. Seufz! Manchmal habe ich das Gefühl, dass derjenige im Amt oder wo auch immer, der für unsere Farbgestaltung zuständig ist, farbenblind sein muss. Er schafft es, immer genau den Farbton auszuwählen, der nicht passt.

Ich wohne in einem Haus, das fast 100 Jahre alt ist, und in ihrer Entstehungszeit in den 1920-er Jahren des vorigen Jahrhunderts war diese Siedlung definitiv viel bunter und fröhlicher. Weiß, gelb, grün, rot! Erst in den letzten 30 Jahren muss behördlicherseits alles gatschbraun, unterhosenrosa und schlammfarben angestrichen werden. Nun, den Vorgaben der Behörden kann ich leider nicht entkommen - aber das Rundherum kann ich so bunt, fröhlich, hell und geschmackvoll gestalten, wie ich will.

Da unsere Vorderfront einen zartgatschigen Unterhosenrosaton trägt, verzichte ich im Vorgarten auf die Farben rot und gelb, die das noch betonen würden. Stattdessen setze ich auf viel rosa, lila, blau und vor allem weiß, das hellt auf und die Fassadenfarbe tritt in den Hintergrund.

Wichtig in diesem Zusammenhang sind mir auch die Blumenkisterln, da unsere Fenster vorgeschriebenermaßen dunkelbraun sein müssen. Generell liebe ich ein schönes warmes dunkelbraun - nur eben nicht in Kombination mit - richtig - gatschrosa...

Weiße Blumenkisterln und neue weiße Fensterfaschen (die sowieso beim Fenstertausch notwendig wurden) hellen die Fassade jetzt unglaublich auf.

Meine Blumenkisterln stehen das ganze Jahr über am Fensterbrett und sollen
1. pflegeleicht sein
2. immer gut aussehen, sommers wie winters
3. mein Budget nicht sprengen
4. sich saisonal anpasssen lassen

Hier und hier habe ich mir darüber bereits in den letzten Jahren Gedanken gemacht.

Heute zeige ich euch den aktuellen Stand, denn der Wetterbericht ist gut und so durften die Petunien auch bereits ins Freie übersiedeln. Hoffentlich kommt wirklich kein Frost mehr!



Das Grundkonzept bilden die Immergrünen. Kleine Koniferen, Gräser und hängende Schönheiten wie Pfennigkraut, Efeu und Kleines Immergrün. Sie bleiben in den Kistchen und werden saisonal ergänzt.

Vor Weihnachten, als ich die Kistchen adventlich schmückte, setzte ich auch etliche Blumenzwiebeln für die Frühjahrsbepflazung hinein. Die Mühe war leider vergeblich, denn die Blumenzwiebelchen trieben nicht aus. In den Cottotöpfen allerdings klappte es wunderbar. Für nächstes Jahr muss ich also eine andere Lösung finden.

Die Sommerbepflanzung ist bereits fertiggestellt.




In der Mitte die Konifere, die den Winter gut überstanden hat.




Links und rechts davon Gräser, Pfenningkraut (das sehr gut angewachsen ist) und Efeu (der noch ein wenig kümmerlich aussieht).




Zwischen Gräser und Efeu wachsen Petunien mit kleinen weißen Blüten. Diese habe ich nicht selbst angezogen (drei vergebliche Versuche!), sondern als winzige Pflanzen gekauft.




Vor den Petunien wurde Steinkraut in weiß und rosa direkt ins Kistchen ausgesät. Die ersten Sämlinge sind schon da. Bald kann ich sie vereinzeln.




Für alle Gartenfreaks hier nochmals im Detail:










Hinter die Petunien werde ich vielleicht noch kleine rosa und lila Astern pflanzen, damit die Kistchen auch im Herbst noch blühen. Die Sämlinge dafür sind schon im Anzuchtbeet.

Im Moment ist Gartenarbeit pur angesagt. Das gesamte Gemüse will ins Beet, die Blumenbeete verlangen Aufmerksamkeit,  nur mit den Tomaten warte ich noch ein wenig. Sie dürfen untertags bereits in Freie, aber in der Nacht müssen sie wieder ins Haus. Über meinen Gemüsegarten berichte ich nächste Woche.

Mit liebem Gruß
Marie

Meine Linkparty von Tag zu Tag #4 ist noch offen! Mach mit und zeig uns deine Projekte, Ideen und Tipps.

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil.

Donnerstag, 19. März 2015

Vorfrühling in meinen Cottotöpfen

Im Herbst pflanzte ich mit meinem Sohn viele Blumenzwiebelchen in unsere Cottotöpfe. Und nun ... aber seht selbst...



Zauberhafte Kroki begrüßen mich täglich, wenn die Sonne scheint.

Am Morgen sind die Kroki noch recht zurückhaltend, die Nächte sind derzeit sehr kalt und wir haben täglich Frost.


Im November legte mein Sohn viele kleine Zwiebelchen in die Töpfe, die danach herbstlich und weihnachtlich geschmückt wurden und unseren Eingangsbereich verschönerten.






Ende Jänner entfernte ich die Deko aus Zweigen und Laub und gönnte den Töpfen eine Portion Kompost.
Dann hieß es warten. Erst im März schoben sich langsam erste grüne Spitzen aus der Erde.




Nun sind die Kroki voll erblüht und ich bin gespannt, was sonst noch in den Töpfen schlummert.




Wenn die Frühlingsblüher dann verblüht sind, werde ich sie in den Garten setzen. Mehr als eine Saison überstehen sie nicht im Topf.

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Trotz des relativ harten Winters mit vielen Tagen Minusgraden sind die Zwiebelchen im Topf nicht erfroren, sondern treiben schön aus, wenngleich etwas später als ihre Kollegen im nebenliegenden Beet.

Die Töpfe wurden übrigens nicht gegen Kälte isoliert, sie standen den ganzen Winter einfach nur so da.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil.
 

Freitag, 28. November 2014

Meine weihnachtlichen Blumenkisterln

Letztes Jahr hatte ich meine Blumenkisterln nur mit einjährigen Schönheiten bepflanzt. Teilweise selbst gezogen (mit unterschiedlichem Erfolg), teilweise gekauft. Sie waren schön und bunt, aber Mitte Oktober war die Saison in einer einzigen Frostnacht zu Ende. Schade.


Weihnachtlich dekorierte Blumenkästen.


Ein ganzjähriges Blumenkisterlkonzept musste her, nach langem Überlegen und dem Wälzen einiger Fachliteratur habe ich mir folgendes überlegt.
  • Im Frühjahr möchte ich Frühlingsblüher in den Kistchen haben. Diese kann ich nach der Saison in den Vorgarten setzen.
  • Im Sommer sollen weiterhin einjährige Blüher wie Petunien etc. ein üppiges Bild abgeben.


Hier sind Efeu und Koniferen gut zu sehen, der Rest ist Deko und wird nach Weihnachten entfernt.


Und der Rest des Jahres???

Im Winter stecke ich normalerweise Tannenreisig, Zapfen, etc. in die Kisterln, aber das ist für den Herbst zu wenig. Meine Cottotöpfe dekoriere ich herbstlich, aber alle Blumenkisterln? Das erscheint mir zu viel.

Meine Lösung: mehrjährige immergrüne Pflanzen mit Blumenzwiebeln und Einjährigen kombinieren.


Das "Rückgrat" der Kisterln. Frisch gepflanzt. Konifere, Gräser und Efeu.

Im kleinen Kistchen Koniferen und Pfennigkraut.


So sieht es jetzt über das Jahr aus:

  • In jedem Kistchen wächst etwas, das fast das ganze Jahr grün ist bzw. dem Kistchen Struktur gibt Ich habe mich für kleine Koniferen entschieden.
  • Im Vordergrund sollen immergrüne Mehrjährige herunterhängen, Efeu, Immergrün und Pfennigkraut. Das hatte ich im Garten, schnell ein paar Ableger gemacht, Kosten 0 Euro.
  • Ein paar Gräser sorgen für aufgelockerte Stimmung, sie bleiben im Winter stehen und werden abgeschnitten, wenn die Frühlingsblüher Hochsaison haben.
  • Im Frühjahr läuten die Zwiebelpflanzen die Gartensaison ein. Bunt gemischt, in der Höhe gestaffelt und mit unterschiedlichem Blühzeitraum.
  • Wenn die Frühlingsblüher verwelken, bekommen die einjährigen Sommerblumen ihren Auftritt und verdecken das einziehende Laub.
  • Im Herbst muss ich die Kisterln ausräumen, die Zwiebelchen in den Garten setzen, frische Erde nachfüllen und neue Blumenzwiebeln setzen. Mehr als eine Saison halten sie nicht durch.
  • Im Winter dekoriere ich die Kisterln wie bisher mit Reisig, Zapfen, Kugeln und allem, was der Garten hergibt. 

Hier sind die einzelnen Elemente gut zu erkennen. Noch sehr klein, da ganz frisch bepflanzt.


Jetzt, vor Weihnachten, habe ich die Kistchen zusätzlich mit Reisig, Zapfen, Zieräpfeln, Wacholder und kleinen Plastikkugeln dekoriert. Hier ist das Ergebnis, es ist einfach zauberhaft vorweihnachtlich.


Zwischen Gras und Koniferen stecken zapfen, Reisig, Wacholder, Zieräpfel und kleine Kugeln.


Die Materialien stammen aus Wald und Garten, sind also gratis und wunderschön-


Um dem Kitsch die Krone aufzusetzen, habe ich heute kleine Lichterketten um einen Spottpreis erstanden, die mit Batterie funktionieren. Ideal für Blumenkisterln.

Jetzt geht es daran, den Adventkalender für die ganze Familie fertigzumachen. Leider kann ich ihn erst nächste Woche zeigen, ich will ja die Überraschung nicht verderben.

Ein schönes entspanntes erstes Adventwochenende!

Marie

 Auf geht es zu den vielen vorweihnachtlichen Linkpartys. Komm mit, es ist für jeden etwas dabei.