Frisches Gemüse im Winter

Wer hier schon länger mitliest weiß, dass ich schon von Anfang an versuchte, die Gemüsesaison möglichst lange auszudehnen. Mittels Frühbeet, Hochbeet, verschiedenen Salaten, Zwiebel im Winter gelang mir das eigentlich recht gut, aber ich hielt es meist für einen glücklichen wetterbedingten Zufall.


Vor einigen Wochen stolperte ich an einem wunderbaren heißen Junisonntag über einen Artikel in der Gartenkralle (Presse Sonntagsausgabe vom 18.6.2017), die ich generell regelmäßig mit großer Begeisterung lese. So, jetzt habe ich mich als konservativer Presseleser geoutet. Macht nichts. Zurück zum Thema.


Ute Woltron berichtete in diesem wunderbaren Artikel über einen neuen Trend zum ganzjährigen Gemüseanbau. Ursprünglich kam diese Idee aus Amerika, wurde aber vom Leiter der Abteilung Gemüsebau in der Gartenbauschule Schönbrunn, Wolgang Palme, aufgegriffen und an unser Klima adaptiert. Seit vielen Jahren experimentiert er mit Gemüse und Kräutern, die ohne viele Hilfsmittel in Wien und Umgebung ganzjährig angebaut und beerntet werden können.

Schnell im Lieblingsbuchgeschäft hineingeschaut und das dazugehörige Buch gekauft. Ein dicker Schmöker, sicherlich nicht zum durchlesen, eher zum durcharbeiten, aber spannend von Anfang bis zum Ende.

Fazit daraus: in unserem Klima lassen sich ganzjährig zahlreiche Gemüse und Kräutersorten anbauen, natürlich kaum Fruchtgemüse, dafür ist es zu kalt und die Tage sind zu kurz. Für Kräuter, Salate und einige Wurzelgemüse hingegen gibt es ausreichend gute Bedingungen, um das ganze Jahr zu ernten.


Meine bisherigen mehr zufälligen und völlig unsortierten Erfahrungen gibt es hier und hier und hier zu lesen. Dieses Jahr werde ich die Sache ein wenig professioneller angehen, vor allem mit entsprechenden Wintersorten und rechtzeitiger Aussaat. Die ersten Samentütchen sind schon da.


Wer hat schon Erfahrung mit konsequentem Gemüseanbau im Winter? Würde mich wirklich interessieren! Mir reicht es eigentlich schon, wenn ich alle paar Tage frisches Grün zu den Mahlzeiten reichen kann und immer ausreichend Kräuter bereitstehen. Mal sehen, ich berichte weiter, die Herbstsaaten müssen nächste Woche ins Beet.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Artikel enthält affiliates, ist aber nicht gesponsert. Alle Meinungen sind zu 100% meine eigenen.


Kommentare:

Schöne Dinge von Sonnenblume hat gesagt…

Außer Feldsalat den ich im September / Oktober auf die abgernteten Beete see hab ich auch keine Erfahrung damit... aber Kürbis hält sich bis Weihnachten und eingelegt Zuchini und Zucchinisuppe solange bis sie aufgegessen sind... eingefroren hab ich auch immer Gemüse, wenn ich zu viel hatte. Also fertig gekochte Tomatensoße oder Zucchnini-Gemüse... das ist dann fast wie frisch. Kräuter friere ich auch gerne ein.... bevor sie schießen.
Grüße Sonnenblume

Topfgartenwelt hat gesagt…

Liebe Marie, das Buch kenne ich und möchte es heuer auch versuchen. Allerdings muss ich zuerst die Asseln aus dem Gemüsebeet rausbringen, da diese Viecherl jede Nachpflanzung killen. Ja, und es sind tatsächlich Asseln. Habe sie unlängst dabei erwischt wie sie meine ganzen Möhren ausgehöhlt haben.

LG Kathrin

Marie VonTagzuTag hat gesagt…

Ja, genauso habe ich es auch gemacht, Kräuter getrocknet oder eingefroren, Beeren eingefroren, etc. Was mir immer gefehlt hat, war wirklich frisches Grün im Winter. Bin ja gespannt, ob es diesmal etwas wird, die ersten Saaten sind schon im Beet.
Mit liebem Gruß
Marie

Marie VonTagzuTag hat gesagt…

Ach herrje, gegen Asseln kenne ich kein Hausmittel. Man will ja kein Gift essen. Berichte doch bitte, wenn du das Problem gelöst hast, das betrifft sicherlich viele Gartenfreunde.
Mit liebem Gruß
Marie