Donnerstag, 3. November 2016

Frischer Salat im November

Heute konnte ich wieder eine große Schüssel frischen jungen Salat ernten. Nein, das ist kein Post, den ich im Frühjahr vorbereitet und dann vergessen habe, heute konnte ich ernten, heute, am 3. November. Wie das geht? Mit ein wenig Planung und - das muss ich ehrlich zugeben - viel Wetterglück. Es ist nicht jedes Jahr so, dass noch so viel wächst.




Mein Plan Ende August war folgender: in alle Karrees, die abgeerntet wurden, streute ich Salatsamen. Bunt gemischt, Babyleaf - Sorten, Spinat, Vogerlsalat, Mizuna, Eichblatt, Lollo Bionda, einfachen Grünen Häuptelsalat.




Einige dieser Karrees blieben leer, die Samen wollten nicht mehr keimen. Viele allerdings gingen auf und so kann ich heute, Anfang November, Salat wie im Frühjahr auf den Tisch bringen.




Dazu beigetragen hat der warme September, in dem die Pflänzchen keimen und ordentlich wachsen konnten. Auch der Oktober ging nicht böse mit dem Salat um, es war hier zwar extrem nass, kühl und trüb, aber nicht frostig. Es gab allerdings auch schon Jahre, in denen nichts mehr keimte, wenn der September kalt und nass war.




Schon im Oktober konnte ich vereinzelt Blättchen ernten, jetzt im November werde ich den Salat so schnell wie möglich komplett verbrauchen, wir sind sicherlich nur mehr wenige Tage vor dem ersten strengen Frost entfernt. Ein wenig Raureif gab es schon an ein paar Tagen, aber ganz leichter Frost macht Salat nicht so viel aus. Er verträgt nur lange tiefe Temperaturphasen nicht.




Den Vogerlsalat lasse ich überhaupt im Beet, wenn mein Plan aufgeht, gibt es zu Weihnachten frischen Salat. Leichter bis mittlerer Frost macht auch diesen Pflanzen nicht allzu viel, die tiefen Temperaturen, die im Jänner und Feber bei uns herrschen, wird er allerdings nicht aushalten.




Die Kapuzinerkresse grünt und blüht sich nochmals zu neuer Hochform.



  
Wunderbar, sie rankt mittlerweile bis in die benachbarten blutroten Heidelbeeren. Ein toller Kontrast. Die Blüten schmecken gut im Salat, ein wenig pfeffrig und sehr würzig. Ausprobieren!




Bisher stehen die Salatpflanzen völlig ungeschützt am Beet, sollte noch einiges an Salat da sein und Frostnächte drohen, werde ich vielleicht ein wenig Vlies aufbreiten.




Das Frühbeet hat sich im Herbst nicht bewährt, es kommt einfach zu wenig Licht zu den Pflanzen, auch wenn man es öffnet, etc. Sie mögen es lieber, wenn sie frei im Beet stehen können.




Im Frühjahr allerdings werde ich es auspacken, denn unter Glas kann man die ersten Salate schon im Feber anpflanzen.




Frischer Salat im November - das geht auch in unserem Klima. Nicht immer, nicht jedes Jahr, aber einen Versuch ist es wert. Einfach Mitte bis Ende August nochmals aussäen - und warten. Mit ein wenig Glück, gibt es noch eine tolle Ernte.

Mit liebem Gruß

Marie


Natürlich nehme ich wieder an Linkpartys teil. Schau doch auch vorbei, es lohnt sich immer!

Kommentare:

  1. Liebe Marie, ich hatte es auch mit Salat für den Herbst versucht, allerdings haben es ein paar Schnecken in den Gemüsegarten geschafft und das war es dann.

    Lg kathrin

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  2. Interessant! Ich habe es vor Jahren mal mit Vogerlsalat versucht, aber da kam gar nichts raus. Aber wie du schon sagst, kommt halt aufs Wetter an. Werde ich nächstes Jahr nochmal probieren.
    LG Petra

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