Dienstag, 5. Mai 2015

Eine "Garage" für Scooter

Meine Kinder haben - wie alle Buben (oder Männer !?!) - ein Faible für Fahrzeuge. Waren es in den ersten Jahren diverse Rutschautos, so gingen sie bald zu größeren und schnelleren Fortbewegungsmitteln über. Derzeit sind die Favoriten Fahrräder, Longboards und Stunt-Scooter.




Genau diese Stunt - Scooter, die man leider nicht mehr zusammenklappen kann, sorgen seit einiger Zeit für eine permanente Stolperfalle in unserem Vorzimmer. Es ist ja viiiieeel zu anstrengend, die Scooter immer in die Gartenhütte zu bringen, schließlich müssen sie iiiimmmmmer schnell verfügbar sein.


 



Im Vorgarten möchte ich sie aber auch nicht abstellen, die Gefahr, dass sie gestohlen werden, ist einfach zu groß. Ein kurzer Griff über den Zaun ... Absperren lassen sie sich auch nicht wirklich. Also lagen sie dekorativ im Vorzimmer herum.

Beim gemütlichen Surfen Informationen suchen im Internet stieß ich auf eine ganz einfache Scooter Garage. Sie war quasi wie ein Kamm aufgebaut, aus Kanthölzern zusammengeschraubt und bot Platz für bis zu 4 Scooter. Toll. Also besorgte ich kurzerhand das Material, ein Kantholz und begann am Wochenende mit dem Sägen und Schrauben.

Doch: kaum war das Ding fertig, stellte sich heraus, dass es schlicht und einfach unbrauchbar war. Wie auch immer das Foto im Web gemacht wurde, in Wirklichkeit funktioniert es nicht. Die Holzkonstruktion war zu leicht, kippte und außerdem kippten die Roller aus den Slots. Tolle Internettipps!




Da ich die Grundkonstruktion aber schon hatte und außerdem ein Scooter Abstellplatz wirklich notwendig war, begann das Probieren. Wie kann man die Grundkonstruktion verbessern. Eine Lösung brachte das Aufstellen. Kippen um etwa 40° und eine zusätzliche Wange aufschrauben. Siehe da, es hält, sieht sogar noch besser aus - und ist wesentlich stabiler.

Meine Konstruktion ist zwar nicht ganz so schlank und unauffällig wie die im Internet gefundene, dafür hält sie wirklich zwei Scooter an ihrem Platz, kann überall aufgestellt werden - und wenn sie einmal fertig lackiert ist, macht sie sicher auch optisch einen sehr guten Eindruck.




Derzeit steht der Rohling herum, weil ich noch keine Zeit zum Lackieren hatte. Aber er erfüllt bereits seinen Zweck. Gestern konnte ich die Konstruktion schleifen und verspachteln, heute nochmals schleifen und dann werde ich grundieren.




Das fertige Stück werde ich euch sicher auch nicht vorenthalten.




Für die Fotos habe ich die Scooter "Garage" absichtlich frei in den Raum gestellt, um zu zeigen, dass sie stabil steht und keine Unterstützung braucht.

Kostenpunkt:
Nicht einmal 10 Euro für das gesamte Material.

Zeitfaktor:
Naja, der war höher, vor allem, weil ich relativ lange herumtüfteln musste. Aber die tatsächliche Arbeitszeit (ohne Lackieren) lag sicherlich unter einer Stunde.

Schwierigkeit:
Superleicht, auch für Anfänger geeignet, sogar mit einer Handsäge leicht zu bewältigen. Ich bevorzuge allerdings meine gute Stichsäge. Mit Kappsäge wäre es noch einfacher, aber die habe ich (noch) nicht in meinem Werkzeugpark.





Mehr Fotos gibt es, wenn die Scooter "Garage" fertig ist. Außerdem eine genaue Anleitung mit Maßen und Details.

Wieder einmal gilt: kleiner Aufwand, große Wirkung. Die Scooter nehmen immer noch relativ viel Platz ein, aber sie stehen ordentlich an der Wand. Der finanzielle Aufwand lag unter 10 Euro. Ein wenig Nachdenken war allerdings erforderlich. Aber irgendetwas muss man schließlich in sein Leben investieren, wenn man erfolgreich sein will.

Eine schöne Maiwoche wünscht

Marie

Meine Linkparty von Tag zu Tag #4 ist noch offen! Mach mit und zeig uns deine Projekte, Ideen und Tipps.

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Bitte hab Verständnis, wenn dein Kommentar erst nach einer Prüfung erscheint. Dieser Blog soll ein Ort der Freude, der freundlichen Kommunikation und des fröhlichen Ideenaustauschs sein. Trotzdem freue ich mich natürlich über alle Anregungen und Meinungen - auch kritische Meldungen sind willkommen, soferne sie höflich und konstruktiv sind.
DANKE für alle Kommentare, ich freue mich immer über Rückmeldungen.