Mittwoch, 11. März 2015

Mein Garten Anfang März

Gestern war - ausnahmsweise einmal - schönes, relativ warmes und vor allem fast windstilles Wetter. Eine Seltenheit bei uns. Also nützte ich den Tag gleich, um ein wenig im Garten zu werkeln und vor allem neue Fotos zu machen.

Schon im Jänner war mein Garten vorfrühlingsbereit. Aber im Feber tat sich nichts, gar nichts. Es war, als ob der Garten den Status quasi konservieren würde. Erst Anfang März begann der Frühling ganz zart sein Haupt zu heben. Trotzdem befinden wir uns - phänologisch gesehen - immer noch im Vorfrühling. Von der Forsythienblüte ist bei uns noch keine Spur zu sehen. Trotz Weinbauklima.

Aber die Vorfrühlingsblüher sind dafür jetzt schon richtig da. Klein, bunt und fröhlich zaubern sie lauter Farbtupfer in meinen Garten.




Die Schneerose ist mein dritter Versuch. Bisher sind leider alle wieder verschwunden. Ich suche immer noch einen halbschattigen, kalkhaltigen Platz in meinem Garten. Mal sehen, ob diese den Sommer überleben wird.




Die kleinen Hornveilchen kaufte ich Ende Oktober und setzte sie an einem sonnigen Ort. Seither blühen sie ununterbrochen. Nicht einmal der strenge Frost im Jänner konnte ihnen etwas anhaben.




Jedes Jahr im Vorfrühling kaufe ich für den Tisch viele bunte Primelchen. Sind sie verblüht, dann wandern sie in den Garten. Im nächsten Jahr blühen sie dann wieder, wenn ihnen der Platz behagt.

Alle meine Pflänzchen sehen derzeit ein wenig unordentlich aus, wie die Primelchen oben. Ich gönnte ihnen letzte Woche nämlich eine ordentliche Portion Kompost, und so finden sich Spuren davon auch noch auf den Blüten.




Dieses Primelchen behauptet (noch) seine rote Farbe. Ich bin gespannt, wann es gelb werden wird.




Die Krokigruppe am Teich zählte zu den allerersten Frühlingsblühern, die ich 2011 im damals neu angelegten Garten in die Erde brachte. Es waren nur ein paar Zwiebelchen, aber sie vermehren sich jedes Jahr und die Gruppen werden immer dichter und größer. Wunderschön.




Eine Überraschungspackung waren diese kleinen helllila Kroki. Sie waren bei einer anderen Blumenlieferung dabei - ohne Bezeichnung. Dass es sich um Kroki handelte, vermutete ich aufgrund der Zwiebel, aber diese wunderbare Farbe hatte ich nicht erwartet. Ich hoffe, dass sie sich ebenso gut verbreiten wie die anderen.




Im Schatten gedeihen große Gruppen von Leberblümchen. Weil es ihnen dort gefällt, werden sie jedes Jahr dichter. Wenn sie verblüht sind, bildet sich ein dichter grüner Teppich von hübschen dreigeteilten Blättern, der das Unkraut wunderbar unterdrückt.




Die erste winzige Narzisse blüht bereits im sonnigen Rosenbeet. Sie ist nur rund 5 cm hoch, die Blüte ist wirklich ganz klein, aber es sieht zauberhaft aus.




Apropos Rosen: die uralte Kletterrose treibt schon eifrig aus. Diese Rose hat eine besondere Geschichte. Im ehemaligen Garten meiner Großmutter blüht ein uralter, riesiger Kletterrosenstock. Es handelt sich um eine rosafarbenen, gefüllte, einmalblühende Rose, deren Namen niemand mehr kennt.
Vor zwei Jahren nahm ich ein paar Stecklinge mit und pflanzte sie bei mir in den Garten. Viel Hoffnung auf Erfolg hatte ich nicht. Die alte Rose jedoch - eine äußerst robuste Sorte, gedeiht sie doch im Mittelgebirge in ziemlich rauhem Klima - wurzelte an und wird heuer vielleicht das erste Mal blühen.




Im Gemüsegarten herrscht noch Winter. Die Beete wurden schon mit Kompost vorbereitet und die Schnüre zur Beetbegrenzung neu gespannt. Derzeit überquert uns eine Kaltfront, aber ab Mitte nächster Woche soll es wärmer werden. Dann werde ich mit der Aussaat beginnen.




Dies beiden Pflänzchen Feldsalat haben den Winter überlebt. Als einzige. Lustig.




Wie jedes Jahr steckte ich im Oktober und November viele Steckzwiebelchen in die Erde. Die ersten kommen schon heraus! Im Mai habe ich dann, kurz bevor die frostempfindlichen Gemüsesorten in die Erde kommen, eine tolle Zwiebelernte.




Schnittlauch wollte in meinem Garten einfach nicht so richtig gedeihen. Da erinnerte ich mich an eine Gartenweisheit meiner Großmutter: " Der Schnittlauch will übers Land schauen."
Gesagt getan. Ich pflanzte den Schnittlauch in einen großen Tontopf und stellte ihn auf einen etwa 1 m hohen alten Baumstumpf, der von Efeu umrankt wird. Seither wächst er großartig und "hat den ganzen Garten im Blick". Nur auf das Gießen darf ich nicht vergessen.




Die ersten Spitzen treiben schon aus!

Auch wenn wieder einmal ein Sturmtief über Europa braust - der Frühling kommt bestimmt.

Mit liebem Gruß

Marie


 
Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil.

Kommentare:

  1. Du bist aber schon fleißig gewesen. Bist jetzt habe ich noch nichts im Garten gemacht, weil mir der Wind immer zu eisig blies.
    Gekaufte Primeltöpfchen setze ich auch immer im Garten und egal welche Farbe, im nächsten Jahr sind alle gelb.
    Toll, dass das mit dem Rosensteckling geklappt hat. Muss ich auch mal probieren.
    Hornveilchen wuchern bei mir im ganzen Garten und sie dürfen das auch, weil sie einfach zauberhaft sind.
    LG Petra

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  2. Wunderschöne Frühjahrsblüher hast du im Garten!
    Und dein Gemüsebeet ist auch schon aktiviert - fantastisch!

    Greetings & Love
    Ines

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  3. Moin Marie,
    welch farbenfroher Einblick in deinen Garten. Da blüht ja wirklich alles - mit Christrosen habe ich auch immer Pech, dafür gedeihen bei mir wie bei dir massenhaft Krokusse. Tolle Sorten habt ihr.
    LG aus dem Norden

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  4. hallo Marie,
    so viel Frühling blüht schon in Deinem Garten!
    Wunderschöne Bilder!
    liebe Grüße
    Gerti

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  5. Oh ja, der Frühling ist da....ich kann es auch immer nicht erwarten, das sich die ersten Blumen zeigen. Schöne Bilder zeigst du uns. Leberblümchen muß ich bei mir auch noch irgendwo ansiedeln, ich dachte aber immer, sie blühen später im Jahr.
    Viel Freude wünscht dir
    Silke

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