Freitag, 23. September 2016

Medien entrümpeln

Der Herbst ist bei mir auch eine Zeit, in der ich - genauso wie im Frühjahr - viel in Haus und Garten herumräume. Kleidung und Bettwäsche muss für die kommenden Saisonen hergerichtet werden, viele Dinge sind einzuwintern oder wieder hervorzuholen, eine wunderbare Gelegenheit, um Klar Schiff zu machen.




Wie schon oft gesagt: ich lebe in einem prinzipiell sauberen, organisierten, aufgeräumten Haus, wie vermutlich die meisten von euch. Und trotzdem gibt es Ecken und Nischen, Regale, Kästen und Bereiche, in denen sich ganz still und heimlich ein wenig Chaos breitmachen will. Zunächst fast unbemerkt, dann natürlich irgendwann extrem lästig.

Derzeit organisiere ich unsere Medien neu. Im Laufe der Zeit haben sich einfach viel zu viele Bücher, CDs, DVDs, Spiele und Zeitschriften angesammelt. Obwohl wir oft und gerne in Leihbüchereien lesen und ausleihen, findet doch immer und immer wieder ein Buch, eine Zeitschrift, eine DVD den Weg in unser Zuhause.

Bei unserem Umzug vor mehr als zwei Jahren wurde zwar recht gründlich aussortiert, gleichzeitig aber der Bücherschrank auch wieder ordentlich aufgestockt, weil wir mit dem alten Haus auch eine riesige Bibliothek übernahmen.

In den letzten Wochen und Monaten ärgerte ich mich ständig über irgendwelche Medien. Was ich suchte, fand ich nicht gleich. Ständig lag etwas irgendwo herum und wenn ich etwas Neues kaufen wollte oder geschenkt bekam, fand ich dafür keinen Platz. Eine unerfreuliche Situation.

Lösung 1: neue Regalsysteme anschaffen und alles gründlich sortieren. Problem: wir haben keinen Platz für zusätzliche Regale, gar keinen Platz. Oder unser kleines locker und luftig möbliertes Häuschen wird zum Bücherlager. NEIN!!!




Lösung 2: Entrümpeln. Ojeee, da waren meine drei Männer aber wenig begeistert. Vor allem, was DVDs und CDs betrifft. Man kann zwar fast alles ausleihen und streamen aber die hunderten Medienscheiben waren tabu. Hmmmh.

Also, was tun?

Zunächst einmal räumte ich vor einigen Monaten eine ganze Menge Medien, Bücher, CDs etc. in die dritte Reihe ganz unten im Regal bzw. packte hunderte CDs in Kisten auf den winzigen Dachboden. Dann wartete ich ab. Was geschah??? Richtig, niemandem ging auch nur ein Stück ab. Gelesen wurde, was leicht zugänglich war und natürlich hauptsächlich Neues bzw. ältere Klassiker. Die gesamten Bücher, die man quasi wie Soletti kauft, kann man nach einem Mal Lesen getrost entsorgen.




Für CDs fand ich bald eine Lösung, die meine Männer zufriedenstellte. Mittels eines kleinen Gratistools kopierte ich alle CDs verlustfrei auf eine externe Festplatte. Alle können darauf zugreifen und sich nun für Handy oder Ipod ganz schnell eigene Playlists zusammenstellen. Wichtig ist, die Medien nicht nur in ITunes hineinzuspielen, sondern richtig zu kopieren. Ich verwendete dazu das Gratisprogramm EAC (Exakt Audio Copy), das schnell und einfach zu bedienen ist. Man muss aber bedenken, dass das Speichern fast in Echtzeit geschieht, es dauert also richtig lange. Dafür läuft das Programm bequem in Hintergrund, wenn man nicht gerade extrem speicherintensive Programm offen hat (bei mir sind das meine Grafik- und Zeichenprogramme), kann man es während der normalen Arbeit erledigen. Extrem kopiergeschützte CDs kann man nicht digitalisieren, aber da wir schon länger keine CDs mehr kaufen sondern nur mehr einzelne Titel sind die meisten CDs schon ein paar Jahre alt.


Für DVDs fand ich bisher keine praktikable Lösung, die auch der Fernseher dann von der Festplatte abspielen kann. Hier suche ich noch und möchte dann auch die Filme speichern. Wer hat Erfahrungen mit dem digitalen Speichern von Filmen? Und wie kann man diese dann bequem zum Fernseher transferieren? Mitsamt den Menüs und Auswahlmöglichkeiten und ohne Verluste? Und natürlich NICHT mit einem illegalen Programm, bitte.

Die CDs lassen sich dann, zwar nur um ein paar Cent, aber immerhin, bei Rebuy oder Momox verkaufen.

Bei Büchern ging und gehe (ich bin definitiv noch nicht fertig) ähnlich vor. Alles, was wir sicherlich nicht mehr lesen werden, wird verkauft oder verschenkt. Eine tolle Idee sind die offenen Bücherkästen, die es bei uns an fast jeder Ecke gibt. Ein Verkauf einzelner Bücher oder Medien über Online - Plattformen wie eBay oder Willhaben lohnt sich definitiv nicht, es ist viel Aufwand, das meiste wird nicht gekauft und für den Rest bekommt man auch nur wenige Cent. Antiquariate sind nur dann zu empfehlen, wenn man wirklich viele, interessante, gut erhaltene oder seltene alte Bücher hat.

Mit Flohmärkten oder speziellen Bücherflohmärkten an sich habe ich keinerlei Erfahrung, ich bin keine Flohmarkt - Verkäuferin. Eventuell könnte das aber interessant sein, wenn man sehr viele Medien zu verkaufen hat. Man kann natürlich auch Medien an karitative Flohmärkte spenden, in den meisten Pfarren, Frauenhäusern und sozialen Einrichtungen finden solche Flohmärkte regelmäßig statt. Auf Flohmarkt.at findet man alle aktuellen Termine in seiner Umgebung.

Die besten Bücher, die Lieblingsbücher, gute aktuelle Nachschlagewerke und Klassiker dürfen bleiben, ebenso unsere vielen Garten- und Kochbücher.

Zu Erfahrungen mit Momox und Rebuy ist folgendes zu sagen: die Preise sind wirklich teilweise extrem niedrig (15 cent pro Buch, wenn überhaupt), aber wenn man viel loswerden will, lohnt es sich trotzdem. Manchmal erlebt man auch eine Überraschung, wenn ein eigentlich völlig uninteressantes Buch plötzlich 5 oder 6 Euro Wert ist. Das Eingeben der ISBN ist mühsam, die Varianten mit Scanner fürs Handy nicht wirklich ausgereift. Der Versand ist relativ problemlos, man druckt einen Retourenaufkleber aus und gibt das Paket im Hermes Shop oder bei DHL ab. Die meisten Medien werden anstandslos akzeptiert, ich versende nur - in meinen Augen - einwandfreie Medien und nur ein einziges Mal wurde von Rebuy ein Artikel nicht angenommen. Die Bezahlung erfolgt in einem angemessenen Zeitraum, etwa zwei bis drei Wochen nach Einsendung. Schneller leider nicht, Rebuy ist etwas besser, bei Momox dauert es wirklich fast schon zu lange. Beide akzeptieren Verkäufe ab einer Summe von 10 Euro für den Gratisversand.

Aber vorsicht: beide Firmen haben Algorithmen im Hintergrund laufen, die Waren widererkennen. Das bedeutet, dass man Artikel, die man verkaufen will, ja nicht zuerst "prüfen" darf, um sie später zu verkaufen. Das Programm meldet dann einen erhöhten Verkaufswillen, was den Preis sofort drückt bzw. den Verkauf sogar unmöglich macht.

Beispiel: ich stellte einen großen Berg Medien zusammen, öffnete beide Fenster (Momox und Rebuy) und prüfte Artikel für Artikel, wo ich einen besseren Preis bekommen würde. Alle von beiden nicht akzeptierten Artikel sortierte ich aus, den Rest in zwei Stapel.
Am nächsten Tag wollte ich die Stapel dann endgültig verkaufen - und plötzlich akzeptierte Momox etwa die Hälfte der Bücher nicht mehr ("diesen Artikel kaufen wir leider derzeit nicht an"), bzw. bot wesentlich geringere Preise als noch am Vortag. Wichtig: Ware, die man verkaufen will, sofort in den Einkaufswagen legen, man kann den Verkauf ja auch später abschließen.
Bei Rebuy allerdings passierte es mir mehrfach, dass Artikel, die schon im Einkaufswagen lagen, bei der Endabrechnung dann doch nicht mehr akzeptiert wurden - "leider können wir xyz nicht ankaufen". Das ist lästig, vor allem, wenn man die Mindestsumme dann nicht mehr erreicht.

Meine Lösung für das (nicht virtuelle) Medien - Dilemma:
  • Zeitungen - am besten mindestens 1x pro Woche ins Altpapier
  • Zeitschriften - auch regelmäßig aussortieren, mindestens 1x pro Jahr ordentlich dezimieren, dann ins Altpapier, eventuell auch (rechtzeitig) an Seniorenclubs etc. spenden (aber nicht, wenn sie schon total veraltet sind)
  • Kataloge - alles, was nicht aktuell ist, wandert ins Altpapier
  • Bücher -  Klassiker und Lieblingsbücher dürfen bleiben, der Rest kann entweder verschenkt (Kinderbücher an jüngere Kinder), zu Flohmärkten gebracht, im Internet verkauft oder einem Antiquariat angeboten werden. Echter Mist bitte auch ins Altpapier, hier ist es schade um jeden Gedanken, den man noch daran verschwendet
  • CDs und DVDs kann man digitalisieren, wenn es den Aufwand lohnt. Vieles lässt sich streamen oder um ein geringes Entgelt online für einen gewissen Zeitraum ausborgen. Oft will man einen Film ohnehin nur einmal ansehen. Gut erhaltene Medien kann man verkaufen oder spenden, kaputte oder wirklich schlechte wandern in den Restmüll

Wer mehr zum Thema schnelles Entrümpeln lesen will: hier gibt es die 5-Tage-Challenge. In fünf Tagen etliche Kilo weniger Zeugs im Haus. Garantiert, schnell und völlig schmerzlos.


http://vontagzutag-mariesblog.blogspot.co.at/2015/02/5-tage-mini-organisations-challenge.html


Nächstes Monat geht es mit dem Kinderspielzeug weiter.Auch eine riesige Herausforderung, vor allem, wenn die Kinder größer werden. Zu diesem Thema darf ich bei Annette als Gastbloggerin auftreten. Annette hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen - 1000 Teile raus - schaut doch dort einmal vorbei, es gibt vieles zu Entdecken.

Mit herbstlichem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich auch wieder an Linkpartys teil. Danke an die Veranstalter!

Mittwoch, 21. September 2016

Aus 2 mach 1 - Wohnungssanierungen im Altbau

Wien ist bekannt für seine Architektur der Gründerzeit, also die Zeit ab 1860 bis 1914, als der alte Kaiser beschloss, das sogenannte Glacis zu bebauen und binnen weniger Jahrzehnte tausende Häuser entstanden. Zu damaligen Zeiten - Wien war immerhin die Hauptstadt eines wirklich großen Reiches und hatte mehr als 2 Millionen Einwohner - waren diese Wohnungen absoluter Luxus. Es gab fließendes Wasser in jeder Wohnung. Nur zwei bis vier Wohnungen teilten sich ein eigenes Wasserklosett. Alle Zimmer waren natürlich belichtet. Jede Einheit hatte eine eigene Kochgelegenheit. Die Stiegenhäuser waren groß, breit und aus nichtbrennbaren Baustoffen. Viele Errungenschaften, die man heute für selbstverständlich hält, damals aber wirklich eine unglaubliche Verbesserung der Lebenssituation darstellten, wenngleich diese Wohnungen anfangs nicht ganz billig waren.

Einige dieser Gründerzeithäuser waren als richtige Repräsentationsgebäude gestaltet, mit riesigen Wohnungen, Zimmerfluchten mit großen zweiflügeligen Türen, Raumhöhen - vor allem in der Beletage - von über vier Metern und entsprechend großen Fenstern. Der weitaus größere Teil der Häuser war aber zur Vermietung an weniger betuchte Leute vorgesehen und viele Wohneinheiten bestanden nur aus einem Zimmer, aus Zimmer + Küche, oder aus Zimmer + Küche + Kabinett.




Heutzutage sind diese Wohnungen natürlich absolut nicht mehr in dieser Form bewohnbar und dürfen, soferne sie kein Fließwasser haben, auch gar nicht mehr vermietet werden. Manchmal hat man aber das Glück, dass man zwei nebeneinanderliegende Wohnungen kaufen, diese zu einer verbinden und eine richtig tolle Stadtwohnung daraus machen kann.

Genau so etwas stelle ich euch heute vor.




Die beiden Wohnungen bestanden in Wohnung 1 aus einer Küche und einem Zimmer, Wohnung 2 nur aus einem Kabinett. Bereits vor etlichen Jahren wurde zwischen Wohnung 1 und Wohnung 2 ein Durchgang geschaffen, allerdings gab es weder Bad noch WC im Wohnungsverband. Das WC befindet sich am Gang.

Der Vorschlag, um aus diesen beiden winzigen Wohnungen eine tolle kleine Wohnung für ein bis zwei Personen zu schaffen, war
  • ein kleines Stück Gang dazuzukaufen - das war in diesem Fall möglich - und dort ein Vorzimmer unterzubringen
  • die Verbindungstüre zwischen dem Kabinett und dem Zimmer zuzumauern
  • in die ehemalige Küche ein WC einzubauen
  • einen Teil des Kabinetts abzutrennen, um ein Bad zu gewinnen
  • die Küche in das Zimmer zu integrieren und so eine offen Wohnlandschaft zu bekommen
  • Stauraum befindet sich im ehemaligen Küchenbereich vor der Badezimmertüre
Das alles auf nicht einmal ganz 44 m2. Natürlich hat diese Wohnung etliche Punkte, die nicht optimal lösbar sind, beispielsweise das wirklich kleine Schlafzimmer, in das nur ein Bett mit 160/200 hineinpasst. Dafür hat man auf 44 m2 eine echte getrennt begehbare 2-Zimmer-Wohnung, was normalerweise erst ab mindestens 50 m2 gut möglich ist. Durch das Einbeziehen des kleinen Gangstücks konnte ein Vorzimer geschaffen werden, das noch dazu natürlich belichtet ist. Die Wohnung kann querdurchlüftet werden - ganz wichtig - und das Schlafzimmer ist in den ruhigen Innenhof hin orientiert. Ein Vorteil, da die Wohnung doch an einer mäßig befahrenen Straße liegt.




Die Grundrisse mit Möblierung wurden übrigens mit Floorplaner gestaltet, ein praktisches kleines Gratisprogramm, das jeder leicht bedienen kann. Damit kann man auch als Laie leicht einen Grundriss gestalten und Möblieren. Die Schemazeichnungen sind mit einem CAD Programm erstellt.

Bei den 3D Ansichten kann man die Wände weniger hoch darstellen, um besser in die Zimmer zu sehen.




Wer also gerade sein Zuhause plant oder umgestalten möchte, ist mit diesem Tool recht gut beraten. Mit ein bisschen Geduld kann man nette Ergebnisse erzielen.

PS: der Post ist NICHT gesponsert, ich zeige euch einfach nur eine gute Möglichkeit, um leicht ein paar Ideen zu finden. Für den Profibereich darf und kann die Software auch gar nicht in dieser Form angewendet werden. Für den Privatbereich reicht die Gratisversion aus und liefert hübsche Ergebnisse.


 

Linkparty #11 ist noch offen, außerdem freue ich mich über alle neuen Linkpartys, die hier gesammelt werden. Mach mit, präsentiere deine Projekte oder deine neue Linkparty.

Mit liebem Gruß
Marie

Dienstag, 20. September 2016

Linkparty Sammlung: hier kannst du alle deine Projekte wunderbar präsentieren

Linkpartys sind eine wunderbare Möglichkeit, um seine Projekte einer breiteren Leserschaft zu präsentieren und neue Leute, Ideen und Blogs kennenzulernen. Außerdem sind sie Ideensammlungen, vor allem die vielen Linkpartys, die ein saisonales oder eng begrenztes Thema haben. Hier kann man beispielsweise hunderte Keksrezepte an einem Ort finden, die tollsten Ideen für Babylätzchen, Gartengestaltungen, Projekte für Haustiere, wunderbare Fotos, Urlaubsdestinationen und vieles mehr.





Seit einiger Zeit sammle ich Linkpartys zu allen Themen. Saisonal oder monatlich, einmalig oder wiederkehrend, allgemein oder zu einem ganz speziellen Thema. Für jeden Blog und jedes Projekt ist eine Linkparty dabei.

Wenn du auch eine tolle Linkparty gibts oder kennst, dann verlinke sie doch bitte gleich hier. Somit können alle davon profitieren. Nur zwei Einschränkungen gibt es: die Party muss derzeit noch offen oder zumindest aktuell sein und sie muss sich in irgendeiner Weise mit DIY, Home, Familie, Kindern, Kochen, Gestalten beschäftigen - also Themen rund um Familie, Haus, Garten, Selbermachen, Kreativität und dem täglichen Leben.




Mit liebem Gruß
Marie

Freitag, 16. September 2016

Herbst




Es herbstelt. Laut Wetterbericht soll heute der letzte warme Tag sein, leider. Wenn es nach mir ginge, könnte es ruhig rund ums Jahr 20°C+ haben, aber leider wohne ich nicht in den Tropen. Also genieße ich die Sonne mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse und plane die Herbstdeko und Bepflanzung.

Einige Ideen und Posts stellte ich schon in den letzten Jahren vor. Basteln und Dekorieren, Leben mit Kindern, Garten im Herbst und vieles mehr.

Komm zu mir auf die Terrasse , nimm Platz, mach es dir gemütlich, trink mit mir eine virtuelle Tasse Kaffee (oder Tee, wenn dir das lieber ist) und schau dich ein wenig bei mir um.

Ich freue mich, dass du da bist.

Marie



Mein Garten im Oktober
Herbstdeko für den Tisch
Pilze einlegen
Hochbeete bauen
Sträucher schneiden
Grünes für unbelichtete Räume
Herbst in den Cottotöpfen
Ziegelmauer im Garten
Leselust
Potato Wedges
Projektplanung
Immerblühender Garten
Herbstdeko
Wanderung auf den Semmering
Bröselknödel

Dienstag, 13. September 2016

Speisekammer - kleine Räume mit großer Wirkung

Ich bin in der glücklichen Lage fast neben der Küche eine winzigkleine Speisekammer zu haben. Mehr einen kleinen Raum unter der Treppe, der aber dunkel, gut gelüftet und gleichmäßig temperiert ist. Eine absolute Notwendigkeit, da unser kleines Cottage keinen Keller hat. Irgendwo muss man ja seine Sachen deponieren.



Als wir unser Häuschen übernahmen, sah die Speis so aus. Oh mein Gott!




Dann stellte sich heraus, dass die darüberliegende Treppe im Ansatz leider völlig durchgemorscht war, also sah es so aus.




Dann fiel noch die Seitenwand um. Normal bei Baustellen in alter Bausubstanz, aber lustig war es nicht, ehrlich nicht. Ich war so geschockt, dass ich nicht einmal ein Foto machte. Die Baufirma stellte die Wand auch blitzschnell wieder neu auf, weil ja der Termin für die neue Stiege schon fixiert war - hach, wer kennt das nicht, eine Überraschung nach der anderen beim Bauen. Spannend, niemals langweilig und furchtbar teuer.

Bevor wir dann einzogen, malten wir die Speis weiß aus, montierten provisorisch ein paar Regale und fertig. So blieb die kleine Kammer nun fast zwei Jahre. Ein praktisches aber bisher nicht wirklich durchdachtes und vor allem ziemlich grobes Provisorium.




Vor einer Woche machten wir uns daran, dem Raum ein neues Gesicht zu geben. Zunächst wurde alles, wirklich alles ausgeräumt und der Fliesenboden, der leider in Kontakt mit einem (teuren!) Rotwein kam, ordentlich gereinigt. Katze Lilith sei Dank, wir wischen den Barolo vom Boden auf statt ihn zu trinken.

Auch ein Grund, um Vorräte etc. besser zu verstauen und sicher zu verwahren. Unsere Tiere sind einfach überall und wenn Hund Katze jagt, geht schon einmal etwas zu Bruch.




Weil normale Dispersion oder Innenraumfarbe im täglichen Gebrauch (vor allem in engen Räumen und Durchgängen) sehr schnell unansehnlich wird, entschieden wir uns für eine abwaschbare Latexfarbe. Zunächst war ich skeptisch, zu sehr erinnerte mich die Farbe an gatschgrüne ekelige abwaschbare Turnsaalgarderoben meiner Schulzeit. Heutige Latexfarbe hat aber mit der ursprünglichen Ölfarbe wirklich gar nichts mehr gemein. Sie ist farbenfroh, leicht zu verarbeiten und in verschiedenen Oberflächen zu erhalten. Im seidenmatten Finish ist sie von Innenraumdispersion kaum zu unterscheiden, aber sehr gut zu reinigen.




Wir kombinierten weiße Latexfarbe mit einem Rest roter, die uns von Küche und Kamin übrig geblieben war. Dazu weiße Regalschienen und weiße Sesselleisten. Ich liebe diese klassischen Sesselleisten im AltWienStil. Wenn man die rohen Leisten kauft und selbst lackiert, sind sie kaum teurer als einfache Sesselleisten, dafür Vollholz und hundertmal schöner. Kleiner Luxus auch in der Speis.




Die Regale bleiben aus hellem Naturholz und sind nur klar lackiert. Unbehandelte Bretter haben sich absolut nicht bewährt, sie sind nicht reinigbar und für eine Speis ungeeignet.




So sieht die Speis also derzeit aus. Fliesenboden wieder ordentlich sauber und alle Fugen frisch versiegelt. Rückwand rot, der Rest der Wände weiß. Sockelleisten weiß, Regalschienen weiß, ein einfache Lampe, die aber gutes Licht gibt.




Betreffend Funktionen und Aufbewahrungslösungen überlege ich schon seit einigen Wochen, was wir brauchen und wie wir das umsetzen. Dazu mehr, wenn alles eingeräumt ist.

Die Türe fehlt auch noch. Zunächst wollten wir eine einfach Schiebetüre montieren, sind von der Idee aber wieder abgekommen. Da der Eingang extrem schmal ist und zusätzlich noch etliche haustechnische Nischen Beachtung finden müssen, werden wir ein leichte Lamellendrehtüre selbst bauen. Pläne gibt es schon, die Ausführung lässt noch auf sich warten, DIY dauert seine Zeit. Dafür bekomme ich genau die Lösungen, die ich will.

Fortsetzung folgt jedenfalls.

Und ihr? Wer renoviert, malt, verschönert oder dekoriert sein Haus? Wer hat noch Ideen, Projekte oder Tipps? Bitte gleich hier verlinken.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Linkparty #11 Von Tag zu Tag ist noch offen. Mach mit und zeig uns deine Projekte. Ich freue mich! 









Montag, 12. September 2016

Vergnügt in den Herbst - Linkparty #11 Von Tag zu Tag ist offen

Obwohl es noch 30°C hat, fühlen sich die Tage schon sehr spätsommerlich an. Die Terrasse liegt schon viel länger im Schatten. Die Abende brechen früher herein, aber man kann noch mit Windlichtern im Freien sitzen - wunderbar. Die ersten Blätter werden gelb und rot und die Heckerosen sind voller Hagebutten. Bald wird auch der Efeu wieder blühen, die letzte große Mahlzeit für Schmetterling und Co. Aus diesem Grund schneide ich die Efeuhecke - die es eigentlich bitter nötig hätte - nur zur Hälfte zurück. Den Rest lasse ich meinen Insektenfreunden als letzte Nahrung vor dem Winter.




Herbst ist Abschied und Aufbruch in einem, eine spannende und sehr kreative Zeit. Zeigt mir, woran ihr arbeitet, was ihr plant, kocht, bastelt, näht, malt, renoviert, klebt und gestaltet. Hier ist Platz für alle herbstlichen Projekte, auch für ältere Sachen, die ihr gerne herzeigen möchtet. Und natürlich darf jeder mehrere Posts verlinken, man hat ja meist mehr als nur eine tolle Idee, nicht?


Linkparty bei Marie - Von Tag zu Tag


Bitte folgende Regeln beachten:
  • Link zum jeweiligen Post setzen, nicht zum gesamten Blog
  • Es dürfen auch mehrere (oder ältere) Projekte je Blog verlinkt werden
  • Bitte keine kommerziellen Links bzw. Links zu Shops etc. 
  • Backlink im Post 
Anmerkung: manchmal funktionieren Backlinks nicht sofort, inlinkz hat damit öfters ein Problem, leider. Ich ärgere mich auch damit herum. Daher: bitte unbedingt verlinken, manuelle Freigabe anklicken, ich schalte dann alles frei, was ihr uns zeigen möchtet. Keine Scheu, ich freue mich über jedes Projekt.

Und jetzt verlinkt eure Projekte nach Herzenslust und zeigt uns, was für euch den Herbst schöner macht!





Am Ende der Linkparty gibt es eine Projektgalerie auf Pinterest und einen Beitrag im Blog. Durch die Teilnahme an der Linkparty erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Projekt dort veröffentlicht wird.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Donnerstag, 8. September 2016

Schulanfang - Organisation für Kids

Vor drei Tagen hat bei uns die Schule begonnen, beide Kids sind mehr oder minder begeistert wieder in den Alltag geschlüpft. Ferien sind schon wunderbar, manchmal für Mamas allerdings etwas lang, aber da brauche ich ja niemandem etwas zu erzählen.




Meine Kinder sind keine Volksschulkinder mehr, somit fallen etliche notwendige Arbeits- und Organisationsschritte weg. Ich überwache Hausaufgaben und Schularbeitsvorbereitungen nur mehr nach Bedarf und nicht regelmäßig. Ich packe keine Schultaschen mehr, jeder ist für seine Sachen selbst verantwortlich. Ich führe zwar noch Kalender über Aktivitäten und Prüfungen, aber in zunehmendem Maß muss vor allem mein Großer - der bereits ins 5. Gymnasium geht, Oberstufe, Kinder wo bleibt die Zeit - seine Termine, Arbeiten, Aufgaben und Pflichten selbst organisieren.

Es ist von meiner Seite aus jetzt also weniger die tatsächliche Aktion notwendig, sondern viel mehr die Anleitung zur Selbstorganisation. Eine neue Herausforderung.

Um das Schuljahr optimal vorzubereiten, haben wir uns in der letzten Woche die Zeit genommen, um beide Kinderzimmer total, völlig und komplett zu sortieren, zu entrümpeln und zu reinigen und ein wenig umzustellen. Dazu berichte ich aber in einem späteren Post. Quasi ein totaler Neuanfang.

Weiters überlegten wir gemeinsam, welche Tools hilfreich für die Schule wären. Ein übersichtlicher Prüfungs- und Terminplan für das ganz Jahr war ein Wunsch beider Buben. Außerdem wollten beide die Wand über bzw. neben dem Schreibtisch neu organisieren und gestalten. Ja, die Möbel wurden natürlich auch wieder ein wenig umgestellt, das haben die beiden genauso im Blut oder in den Genen. Kein Wunder bei der Mama.

Somit war ich gefordert, als erstes gestaltete ich zwei übersichtliche Prüfungspläne, die farblich zum Zimmer passen, gut aussehen und auch optisch nicht ganz so schulmäßig sind. Mit den Fotos unserer drei Haustiere punkte ich noch immer, auch beim coolen Oberstufenschüler.




Den Prüfungsplan gestaltete ich im Format A3 in einem Publishing - Programm, aber mit etwas Übung gelingt so etwas auch in einer übersichtlichen Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. Nicht jeder hat einen Publisher zu Hause. Allerdings druckte ich nicht selbst, sondern ließ das pdf bei einem Fotoanbieter auf Fotopapier ausarbeiten. Es sieht wirklich gut aus, mit einem Fineliner kann man Termine eintragen und  mittels Tip-Ex Änderungen machen.




Feiertage und Wochenenden bekamen eine Farbe, Ferientage und schulfreie Tage eine andere. Natürlich wurden die beiden Kalender an die Zimmergestaltung angepasst.




Kosten: rund 10 Euro pro Druck (als 45x30 Posterdruck). Nicht ganz billig, aber eigentlich ist es ja ein Wandschmuck fürs ganze Jahr, ich wollte keine billigen dünnen selbstgedruckten Papierfetzen an der Wand haben.

Aufgeklebt wurde das Poster mit wiederablösbaren Strips, die es auch von etlichen Herstellern gibt, ich verwendete tesa Powerstrips.




Der Rest der Wand ist in Fertigstellung. Pinnwand, Stifteablage und Uhr sind schon da, auch die Halterung für das kleine Regal für Tablett und Handy ist schon zu erkennen. Das Regal ist noch in der Fertiglackierungsphase. Zwischen Regal und Uhr kommt noch ein großer Stundenplan, da sich dieser aber noch täglich ändert, wird das erst nächste Woche soweit sein.

Mit dieser Wand hat mein Sohn alle Infos und Hilfsmittel optisch ansprechend aber trotzdem praktisch vor Augen. Stundenplan, Uhr, Pinnwand für Infos oder Erinnerungen, Stifte, Ablage, Prüfungsplan - alles gut organisiert und der Schreibtisch bleibt frei für Bücher, Hefte oder Laptop.




Die Wand im zweiten Kinderzimmer ist noch nicht ganz so weit, da hier größere Umstellungsaktionen stattfanden, muss sie erst noch gestrichen werden. Danach wird sie ähnlich gestaltet, allerdings mit Magnetboard und zwei größeren Ablagen. Fortsetzung folgt.

Ich hoffe, dass meine Kinder mit diesen Hilfsmitteln einerseits ihre Schulsachen und Aufgaben leichter und besser erledigen können. Andererseits versuche ich sie auch dahingehend zu erziehen, dass gute Organisation das Leben erleichtert und weder langweilig noch beengend sein muss, im Gegenteil.

Weiter Posts, um das Schulleben und die Organisation mit Kindern zu erleichtern gibt es hier und hier und hier und hier und hier.


Alle Produkte und Kosten im Überblick:

Uhr - Ikea Rusch Wanduhr - 1,99 Euro. Da der Rahmen aber semitransparent ist und somit die grüne Wand unschön durchscheinen würde, habe ich ihn innen (hinten) weiß lackiert. Einfach aber funktionell.

Pinnwand - Ikea Väggis Pinnwand - 4,99 Euro. Weiß lackiert, im Original ist sie korkfarben mit weißem Rand, was einfach scheußlich aussieht und hier auch überhaupt nicht hineinpasst. Ganz in weiß ist sie allerdings zauberhaft und die transparenten Pins gefallen mir auch.

Prüfungsplan selbst gestaltet, als pdf mit höchster Auflösung gespeichert und bei PosterXXL als Posterdruck Format 45 x 30 gedruckt. Die Qualität ist ok, die Farben sind leider vor allem beim grünen Poster deutlich anders als am Bildschirm. Kosten 9,99 Euro + fast 10 Euro Versand, aber ich habe mehrere Dinge bestellt, somit teilen sich die Versandkosten auf. Ein einzelnes Poster zu bestellen ist auf jeden Fall zu teuer, hier sollte man unbedingt auf Aktionen warten und mehrere Dinge gleichzeitig bestellen.
Lästig ist allerdings bei diesem Anbieter, dass gleichzeitig bestellte Dinge nicht gleichzeitig geliefert werden und, da die Lieferung mit DPD kommt, auch der Lieferzeitpunkt Glücksache ist. Man muss also entweder mehrmals zu Hause sein oder das Paket irgendwo im Niemandsland abholen. Ich bin kein Fan von Online - Bestellungen, genau aus diesem Grund, Liefertermin und Zustellung sind reines Roulettespiel und wenn man nicht zu Hause sein kann und der Nachbar auch nicht da ist, landen die Dinge buchstäblich irgendwo im Nirgendwo. Hier würde ich mir wirklich ein besseres Kundenservice wünschen. Beim Lieferschein war ein Gutschein für die nächste Bestellung mit aufgedruckt, sehr nett, bloß das Ablaufdatum liegt VOR meinem Bestelldatum, somit ist der Gutschein schon lange ungültig, ich fühle mich ein wenig auf den Arm genommen. Alles in allem nicht ganz zufriedenstellend, das nächste Mal probiere ich einen anderen Anbieter aus, es gibt ja genügend mit teilweise sehr interessanten Konditionen für Neukunden.

Stifteboxen - Ikea Bygel Behälter in weiß, ca. 6 Euro. Nicht mehr erhältlich, leider, ich hatte sie noch von einem anderen Projekt, ebenso die passende Stange um rund 3 Euro.

Regal - noch in Gestaltung - Ikea Bekväm Gewürzregal - 2,99 Euro. Natur, wird weiß lackiert.


Einen guten Start in Herbst und Schulanfang! Wer hat noch Ideen, Projekte oder Tipps? Bitte gleich hier verlinken.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Linkparty #11 Von Tag zu Tag ist noch offen. Mach mit und zeig uns deine Projekte. Ich freue mich!

Montag, 5. September 2016

Linkparty #11 Von Tag zu Tag ist offen - zeig uns deine Projekte!

Der Herbst kommt. Nach dem (hoffentlich nicht letzten) Badetag gestern mit 31°C kam heute morgen die kalte Dusche: Regen, 15 °C und Schulbeginn. Meine beiden wankten wie kleine Zombies aus dem Haus, auch wenn wir gestern alles vorbereitet hatten und wirklich pünktlich im Bett waren. Allerdings soll uns der Herbst ab Mitte der Woche noch ein paar schöne Spätsommertage bescheren, hoffentlich.

Herbst ist aber auch immer eine extrem kreative Zeit - zumindest in meinem Leben. Ein neues Schuljahr, kühlere Temperaturen, etliche Projekte, die noch vor dem Winter fertig werden wollen.





Linkparty #11 Von Tag zu Tag öffnet soeben ihre Pforten. Ich freue mich auf viele spätsommerliche und herbstliche Ideen und Projekte.


Linkparty bei Marie - Von Tag zu Tag


Bitte folgende Regeln beachten:
  • Link zum jeweiligen Post setzen, nicht zum gesamten Blog
  • Es dürfen auch mehrere (oder ältere) Projekte je Blog verlinkt werden
  • Bitte keine kommerziellen Links bzw. Links zu Shops etc. 
  • Backlink im Post
Und jetzt verlinkt eure Projekte nach Herzenslust und zeigt uns, was für euch den Alltag schöner macht!




Ich freue mich auf viele tolle Projekte!

Am Ende der Linkparty gibt es eine Projektgalerie auf Pinterest und einen Beitrag im Blog. Durch die Teilnahme an der Linkparty erklärst du dich damit einverstanden, dass dein Projekt dort veröffentlicht wird.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten auch immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!

Mittwoch, 10. August 2016

Günstige Kunst an der Wand

In unserem Haus gibt es wenig "echte" Kunst. Obwohl ich mit großer Begeisterung auch Moderne Kunst und zeitgenössische Malerei verfolge, fehlt für ein Original im Normalfall immer das nötige Kleingeld. Selbst junge Künstler wollen leben und Bilder gibt es selten unter einigen hundert Euro. Also ist originale Kunst in unserem Haus in ziemlich überschaubarem Maß vorhanden.

Aber es gibt zahlreiche tolle Alternativen. Kunstdrucke, Fotos, eigene Kreationen, Kinderkunst und manchmal einfach nur eine Seite aus einem Katalog.




Für das Vorzimmer, das langsam Gestalt annimmt, fehlte mir noch ein Bild, das die ansonsten rein funktionelle Wand ein wenig aufhübschen sollte. Der Platz ist begrenzt, ein langer schmaler Rahmen passt aber gut hinein und soll den oberen Abschluss bilden.

Eigentlich möchte ich in diesem Rahmen einmal farblich passende Skizzen oder Radierungen haben, eventuell von unserem Wohnbezirk und dessen Umgebung, beispielsweise einen Ausschnitt aus einem alten Katasterplan, eine alte Ansicht etc. Derzeit fehlen mir diese Dinge aber noch, gerade alte Ansichten muss man oft länger suchen, also brauchte ich einen günstigen Platzhalter - ein leerer Bilderrahmen sieht nur kurz gut aus.

Fündig wurde ich diesmal in meinen zahlreichen Gartenkatalogen. Dort finden sich teilweise fast künstlerisch anmutende Gartenstilleben, Rosenportraits, etc. Ein heißer Tipp für solche Dinge sind auch Gartenzeitschriften oder Wohnmagazine.




Also sichtete ich die alten Kataloge und riss alles heraus, was passend schien. Danach wurde ausprobiert, farblich und vom Format passte nicht alles in das vorgegebene Passepartout.




Schließlich schnitt ich die passenden Fotos zurecht und klebte sie mit einem kleinen Strich Uhu-Stic an das Passepartout. Das kann man eventuell einmal leicht entfernen.




Das Ergebnis sieht fröhlich aus, auch wenn das Bild eigentlich sehr hoch hängt und die Fotos kaum als Einzelne zu sehen sind. Wahrscheinlich wären auch Postkarten oder Pläne zu klein und zu wenig sichtbar.




Die Bildqualität ist leider nicht berauschend, die Ecke ist schwer zugänglich und eher dunkel, auch wenn sie so ziemlich das erste ist, was man beim Betreten des Hauses sieht. Aus diesem Grund soll sie funktionell, aufgeräumt und optisch ansprechend sein, auch wenn das auf den Fotos nicht so leicht einzufangen ist. Aber die Ecke ist definitiv eine Verbesserung zum Vorher - Zustand mit einer alten Wand, auf der irgendwann einmal der Stromzähler montiert war, wovon noch einige alte Leitungen und ein alter Zählerkasten zeugten.




Ja, es ist ein langer, teurer und mühsamer Weg, ein uraltes Haus zu renovieren - und ich möchte keine Minute  davon missen. Ich glaube, es wäre für mich wirklich schrecklich, wenn ich in einem neuen, fixfertigen Haus leben müsste. Was würde ich dann bloß machen? Keine Pinsel, keine Farbe, keine Power-Tools, nichts, das ich neu gestalten kann, welch schreckliche Vorstellung. Gottseidank haben wir unser kleines Cottage, in dem wir jeden Tag aufs Neue werkeln können.

Weitere Ideen für kostengünstige Kunstwerke oder Wandgestaltungen sind hier und hier und hier und hier zu finden. Die Anleitung für das Schlüsselkasterl gibt es hier.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich mache ich auch wieder bei Linkpartys mit. Komm mit und schau, was es alles Neues gibt.

Dienstag, 9. August 2016

Gärtnern ohne Garten - Holland

Grünes und Blühendes gedeiht überall - auch ohne Garten. Zeitweise müssen auch die grünsten Daumen ohne eigene Beete auskommen, auf welche Ideen sie dabei kommen, zeige ich auch heute wieder. Diesmal am Beispiel Holland.

Gärtnern ohne Garten in Venedig ist hier zu sehen. Schau vorbei!

Gärntner in Töpfen, Schalen, Kisterln etc. ist die Standardvariante. In Holland gibt es wunderbare und teilweise auch sehr große Beispiele für kreative Pflanzgefäße. Vor jeder Türe steht irgendetwas Grünes. Toll!




Brückengeländer werden ebenso selbstverständlich begrünt wie bei uns Balkone. Im Hintergrund ist ein kleiner Kanal, ganz grün von Wasserlinsen. Man sieht gar kein Wasser mehr.




Große Töpfe mit kleinen Bäumen werden farbenprächtig unterpflanzt.




Vor vielen Häusern, unmittelbar am Gehweg, finden sich winzige schmale Rabatten, oft nur wenige cm breit. Dort wächst alles, was man sich vorstellen kann, sogar Küchenkräuter. Ob ich sie ernten würde, wage ich zu bezweifeln, in Holland gibt es auch viele Hunde, aber Basilikum und Co machen sich auch als Dekopflanzen gut.







Wenn kein Platz am Boden da ist, geht es eben in die Höhe. Kletterpflanzen am Regenrohr. Wunderschön.




Ein großer Trog und schon geht es die Fassade hinauf. Hauptsache grün. Clematis und Efeu im wunderbaren Zusammenspiel.




Auch dort, wo eigentlich überhaupt kein Platz mehr ist, in Ritzen zwischen Hausmauer und Gehsteig, wachsen sie - meine absoluten Lieblinge. Stockrosen und Stockmalven.







Und auf dieser Bank unter den Rosen hätte ich gerne auf jemanden gewartet.




Sogar Poller werden begrünt - eine absolut innovative Idee.




Für alle Liebhaber von Grünem und Blühendem: auch wenn der Garten klein, winzig oder gar nicht vorhanden ist, es gibt unzählige Ideen, um sich Freude ins (oder vor das) Haus, auf den Balkon oder das Fensterbrett zu holen.

Mit liebem Gruß

Marie

Natürlich nehme ich mit meinen Projekten immer an den vielen wunderbaren Linkpartys teil, die ich im Bloggerland so finde. Vielen Dank an die Veranstalter für die Mühe!
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